Goodbye Selbstmitleid

Seit gestern Abend frage ich mich, was ein Leben wert ist. Was bedeutet für mich Leben insgesamt? Wie kann ich das Leben meiner Leser lebenswerter machen? Wie kann ich ihnen helfen ein Leben zu führen, dass von Leichtigkeit und Liebe geprägt ist? Vielleicht ist das für den Anfang schon sehr viel gewollt, starten wir doch step by step.

Im letzten Post ging es darum, deine Träume zu verwirklichen. Völlig losgelöst davon, um was für einen Traum es sich handelt. Im Endeffekt haben wir gemeinsam festgestellt, dass es gar nicht so schwer ist: Höre nie auf für das zu kämpfen, was dir wichtig ist, krempel die Ärmel hoch und leg los.

Klar, ich verstehe, es war schwer zu lesen wie einfach es eigentlich ist. Zwei Millionen Mal hast du mir Recht gegeben und Drei Millionen Mal widersprochen, weil es nicht so einfach ist. Außerdem hab ich ganz andere Lebensumstände, viel einfacher und mit deinen überhaupt nicht zu vergleichen.

Wenn du so denkst, bleibt nur eins zu sagen: Lies diesen Post nochmal! Schnell! Dann darfst du hier weiter mit machen!

Heute gehen wir noch ein wenig tiefer in die Materie, ok? Es geht darum, dass du einfach mal akzeptieren musst, dass das Leben kein Wunschkonzert ist und vor allem: das du nicht die einzige bist, die es schwer hat, aber die gute Nachricht: du hast es auch in der Hand um es zu ändern!

Wenn man der Menschheit so zuhört, ist sie grundsätzlich am jammern. Wetter schlecht, Kantinenessen schlecht, Bezahlung schlecht, Wohnung schlecht, Auto schlecht und was nicht alles noch schlecht sein kann. Ich selbst will mich da gar nicht ausnehmen, ich kann das an miesen Tagen ebenfalls. Aber was hilft es uns? Nichts, außer der Tatsache, dass es RICHTIG schlechte Laune bringt!

Okay und nun? Ich zeig dir einfach mal, wie du deinen Popo von der Couch bekommst und dem Selbstmitleid goodbye sagst. Denn nichts anderes ist es: Selbstmitleid. Und weißt du, genau dieses kann ich wirklich gar nicht ausstehen.

Gut, ich gebe zu, Selbstmitleid macht es einfacher, du musst dir nicht eingestehen, dass du einfach faul und inkonsequent bist. Nein, du hast schwere Knochen und schlechte Gene. Punkt.

Ebenfalls musst du dir nicht eingestehen, dass dein Stress durch schlechtes Zeitmanagement entsteht. Nein, du hast einfach viel mehr zu tun als alle anderen Menschen auf dieser Welt. Quasi im Quadrat!

Außerdem bist du auch nicht schuld an deiner schlechten finanziellen Lage. Der Job an der Kasse wäre wirklich unter deiner Würde und die neue Hose von H&M musste sein! Willst ja auch nicht rumlaufen wie der letzte Depp.

Also lieber daheim aufs Sofa setzen und alle beneiden, die es angeblich leichter haben als du. Die einen Job haben, die mehr Geld verdienen, die einen tolleren Mann/Freund haben, die besseren Kinder, das größere Haus, setze ein was immer du möchtest. Dazu machst du dir erst mal einen großen Kakao und holst das Eis aus dem Gefrierschrank. Dann kannst du auch noch gleich anbringen, dass du schwere Knochen hast. Klingt nach einem super Abend oder?

Nun, mal Butter bei die Fische: du bist für dein Leben verantwortlich und somit auch für alles, was darin so abgeht! Also runter vom Sofa, Eis zurück ins Gefrierfach und hör mal zu: Wir schicken dein Selbstmitleid mal in die Wüste und legen los!

Selbstmitleidblog

1.Hast du keinen Job, suchst du dir einen! Blabla, ich weiß! Aber: mach halt auch mal was, was nicht deiner Qualifikation entspricht! Es kann nur deinen Horizont erweitern!

Nach meinem Abi z.B. habe ich keinen direkten Ausbildungsplatz gefunden, sondern erst für das kommende Jahr, ergo: Bewerbungen zu spät abgeschickt, weil ich eigentlich auf einen Studienplatz gehofft hatte. Was ist passiert? Ich musste zum Arbeitsamt, Beratungsgespräche und Bewerbungscheck, obwohl ich sogar schon eine Stelle hatte!!! Nur halt nicht direkt. Was ist passiert? Sie haben mich in eine 1-€-Maßnahme gesteckt. In dem Moment bin ich aus allen Wolken gefallen, die ersten Tage waren grausam. Nach 2 Monaten war ich Teamleitung und hatte viele tolle neue Leute kennengelernt, die mich als Person und Teamleitung schätzten. Heute sage ich, dass es eine der wichtigsten Erfahrungen für mich war, denn endlich hat mal jemand erkannt, dass ich was kann und das wertgeschätzt, was ich tue. In der Schule interessiert sich ja im Grunde genommen kein Lehrer für dich persönlich, sondern nur für das, was du an Output widergibst. Ich hatte die Maßnahme freiwillig verlängert und direkt im Anschluss meine Ausbildung begonnen. Besser hätte ich nicht starten können!

2. Dein Studium kotzt dich an?

Bist du kurz vor Schluss – Zähne zusammenbeißen! Aufgeben gibt es jetzt nicht, such dir lieber die schönen Seiten deines Studiums und halte an ihnen fest.

Bist du noch am Anfang? Wer sagt dir, dass es dieser Studiengang sein muss? Du hast die freie Wahl, was du studieren möchtest. Ändere dein Fach!

Ich habe mit Jura angefangen und fand es fürchterlich! Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, bin zu Tutorien gefahren usw. aber es wollte nicht Klick machen. Ich habe mein Fach gewechselt und studiere derzeit Wirtschaftswissenschaften berufsbegleitend. Auch nicht mein unabdingbarer Traum, aber machbarer als Jura neben einem Vollzeitjob!

3. Deine Beziehung läuft nicht?

Okay, erst mal vorab: tauch aus deinem Selbstmitleid auf! Zwischen all den tollen Posts über ach so tolle Beziehungen und den romantischen Pärchenbildern auf Facebook oder Instagram (übrigens mein ganz persönlicher Brechreiz!!) kommt das real Life und ich kann dir sagen: ALLE Beziehungen sind nicht so wie sie auf den Bildern scheinen! Jede Beziehung bedeutet Arbeit, in jeder Beziehung gibt es Missverständnisse oder Streit und ja, so muss das sein, auch wenn man es nicht mag. Also don’t worry: nicht jeder Streit ist das Ende! Dran arbeiten ist die Devise!

Läuft es dauerhaft nicht gut oder du wirst schlecht behandelt? BEENDE ES SOFORT! Du musst in einer gesunden Beziehung weder um Verständnis, noch um Aufmerksamkeit oder Mitgefühl betteln. Wenn er dich behandelt wie ein Arschloch ist es ein Arschloch. Punkt. Und nein, du kannst ihn auch nicht ändern. Also pack deine Sachen und lass dich nicht so schlecht behandeln, du selbst und dein Leben sind viel zu wertvoll um dich so einem Unfug auszusetzen!

Aber ich schaff es nicht allein!

Doch, tust du! Nimm dir erst mal eine richtig kleine Wohnung, such dir noch einen tollen Nebenjob und geb richtig Gas! Wetten du schaffst es und wirst glücklich dabei?

4. Alle anderen haben einfach eine viel bessere Figur?

Gut, jetzt wird es richtig hart also setz dich lieber hin beim Lesen: ein minimalistischer Bruchteil auf dieser Welt hat einen angeborenen perfekten Körper, ohne jegliche Art von Anstrengung. Die Betonung liegt auf minimalistisch, ich kenne niemanden von diesen Geschöpfen! Alle anderen essen gesünder als du, vielleicht auch weniger als du und sie treiben Sport. Punkt. Das ist einfach so. Also hör mir zu: Popo hoch und mindestens mal ein Workout Video gemacht, so für den Anfang. Danach keine Pizza sondern vielleicht mal einen lecker gefüllten selbstgemachten Wrap, ein Auberginenauflauf oder ein Salat mit Früchten? Jeder von uns weiß, was er tun muss, um abzunehmen oder fit zu werden. Die wenigsten wollen es sich eingestehen. Ich sags halt einfach mal: du musst dich bewegen und gesünder essen. Das ist alles. Ja es ist schwer und nein, du bekommst es nicht geschenkt. Und ja, es gibt Menschen, die haben es schwerer wegen den Genen oder vielleicht auch wegen einer Stoffwechselerkrankung. Bedeutet aber nicht, sich wieder mit Selbstmitleid zu übergießen sondern einfach ein bisschen mehr Gas zu geben. Klingt scheiße ne’…? Ist aber die Wahrheit!

Ich könnte ewig weitermachen mit meiner Auflistung, aber seien wir mal ehrlich: Selbstmitleid ist ein Arschloch und brauch kein Mensch. Also schick diesen Buddy einfach in die Wüste und schau der Wahrheit ins Gesicht, auch wenn es noch so schwer fällt. Du wirst gute und motivierte Tage haben, aber auch schlechte…nur wenn du dran bleibst, werden die guten irgendwann überwiegen und du schlechten einfach verdrängen! Prinzip verstanden? Auf geht’s!


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