Giswils dunkelstes Jahr

Giswils dunkelstes Jahr Eine halbe Stunde nach dem Wanderstart am Bahnhof von Giswil - siehe Eintrag von gestern - kamen wir letzten Samstag an der Gross Laui, einem Bergbach mit ungeheuer breitem Geschiebefeld, zu einer Freilichtbühne. Noch bis zum 29. Juni ist hier das Stück "Häxä machä" zu sehen, gespielt vom Theater Giswil, dessen Akteure den allerbreitesten Dialekt reden. Das Thema ist alles andere als heile Welt. Erzählt wird die Geschichte der grossen Giswiler Hexenverfolgung, der 33 Menschen, darunter 20 Kinder, zum Opfer fallen. Sie werden mit dem Schwert hingerichtet. Und das alles, weil 1629 die Laui über die Ufer tritt und der Dorfpfarrer auf die Idee kommt, jemand habe sie gezielt gegen seine Kirche gerichtet: "Von allein hätte der Bach nie soviel Kraft gehabt! Hexenwerk!"

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