"Gilde Der Jäger - Engelszorn"

Von Rhea

Das Böse ist noch lange nicht besiegt
Der erste Teil dieser Reihe war unglaublich. Eine Mischung aus neuen Ideen aber auch altbekannten romantischen Gefühlen zwischen Mann und Frau. Denn Elena war ein Mensch, eine geborene Jägerin, und hatte sich in einen grausamen Erzengel verliebt. Diese Verbindung war außergewöhnlich und trotz einem Gefühlchaos gelang es Elena ihr Herz zu öffnen und Rafael, ihren Himmelsknaben, in ihr Leben zu lassen.
Dunkle Vergangenheit
Elena war ein ganzes Jahr lang im Koma. Es grenzte wortwörtlich an ein Wunder, dass sie ihre Verletzungen im Kampf gegen Uram überlebt hatte, denn jetzt war sie kein Mensch mehr. Erzengel und Engel waren dazu imstande Sterbliche in Vampire zu verwandeln welche dann ihren Herren dienen mussten. Rafael konnte nicht ohne Elena leben und deshalb war eine Verwandlung unumgänglich. Doch wie sie es aufnehmen würde als Unsterbliche aufzuwachen, hatte er nicht bedacht.
Als Elena aus ihrem komatösen Zustand aufwachte, fühlte sich ihr Körper schwer und kraftlos an. Doch sie lag auf etwas weichem, das ihre Schmerzen linderte. Als sie bemerkte, dass das Weiche Engelsflügel waren, schreckte sie bestürzt hoch. Es war ein Privileg solche zarten Schwingen zu berühren und jetzt hatte sie Rafaels Flügel völlig zerknautscht. Doch ein Blick zu ihm und sie begriff, dass diese Engelsflügel nicht seine waren sondern ihre eigenen. Keiner der jetzt noch lebenden Engel hatte miterlebt als der letzte Sterbliche in einen von ihnen verwandelt wurde, denn dieser Vorgang konnte nicht einfach so erzwungen werden - die wahre Liebe war der Auslöser dafür. Rafael hatte mit Elena sterben wollen, doch seine tiefe Liebe zu ihr ließ ihn in der schlimmen Situation Ambrosia entwickeln, das er ihr zu trinken gab. Obwohl sie dadurch zu einem Engel wurde, war sie immer noch jung und deshalb sehr schwach. Elena war eine Sensation und deshalb gab es viele Neider. Nicht nur Michaela, die immer schon ein Auge auf Rafael hatte aber nie an ihn rangekommen war, sondern auch Lijuan, den ältesten aller Engel. Der chinesische Erzengel war so mächtig, dass man befürchtete, sie wäre für alle Zeiten unsterblich. Zwar konnte die Zeit Engel und Vampire nichts anhaben, jedoch wäre eine Enthauptung und völlige Zerstückelung des Körpers ausreichend um diesen unsterblichen Wesen das Leben zu nehmen. Anders als bei Lijuan, die nun eine Armee aus Wiedergeborenen um sich scharte. Sie wollte wie eine Göttin verehrt werden, doch Elena durchkreuzte ihre Pläne, da sie nun die Aufmerksamkeit als erschaffener Engel auf sich zog. Das sollte nicht ohne Folgen bleiben.
Lijuan hatte zu einem Ball geladen, doch bevor der Termin überhaupt näher rücken konnte, erhielt Elena grausame Geschenke des Erzengels. Die Kindheit der Jägerin war geprägt von Blut, Leid und Hass. Als ihre zwei ältesten Schwestern und die gemeinsame Mutter starben, veränderte sich Elenas Leben schlagartig. Nun musste sie mit ansehen wie Lijuan sich einen Spaß aus Elenas Vergangenheit machte, indem sie das Grab ihrer Mutter schändete und den Mörder ihrer Schwestern vom Tode auferstehen ließ.
Doch nicht nur die schlimmen Erinnerungen an längst vergangene Tage bereiteten dem erschaffenen Engel unruhige Nächte. Einer von Rafaels Sieben wurde grausam gefoltert und zum Sterben liegen gelassen. Gerade noch rechtzeitig wurde der Vampir gefunden und ins Krankenhaus gebracht, wo er seine schlimmen Verletzungen überstehen würde. Ein Engel trieb ihr Spiel mit ihnen, in der Hoffnung Elena bald aus dem Weg zu schaffen.
Cover
Ich hätte mir ein anderes Titelbild vorgestellt, denn dieses hier ist das gleiche Bild von derselben Frau wie auf dem ersten Buch. Zwar ist es nicht unschön, trotzem wäre etwas mehr Kreativität nicht falsch gewesen.
Fazit
Dieser Teil ähnelt dem ersten Buch doch ganz schön, denn die Grundlage ist dieselbe. Elena muss sich behaupten, Rafael hilft ihr aus schwierigen Situationen da ihr Leben in Gefahr ist und die Jägerin hat mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Aber die Nebensachen machen diesen Roman so lesenswert. Es tauchen Charaktere auf die man gleich in sein Herz schließt oder Szenen die einen zum lachen bringen. Im Allgemeinen hat mir der Roman gut gefallen, jedoch fand ich den ersten Teil doch besser. Ich bin neugierig, wie sich die Geschichte weiterentwickelt.
Irie Rasta Sistren dankt Egmont Lyx Verlag herzlichst für die Bereitstellung dieses Buchs.