GEZ: Der Teufel macht Inventur!

GEZ: Der Teufel macht Inventur!Der „Rechtsnachfolger“ der GEZ ist trotz großer Hitze aktiv geworden und hat Hunderttausende von Briefen verschickt, um „erstmal alle Zombiesklaven durchzuzählen“, wie es in einem der vielen lustigen Kommentare zu diesem Thema bei Heise heißt.

Aus diesen Kommentaren stammt auch die Überschrift dieses Posts – ich konnte einfach nicht widerstehen. Aber erstmal die Fakten:

Datenabgleich mit den Meldeämtern zur Erhebung der Zwangsabgabe

GEZ: Der Teufel macht Inventur!Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio hat in diesem Sommer laut dpa schon 800.000 Menschen angeschrieben, um festzustellen, ob sie beitragspflichtig sind.

Die Adressen dazu haben die Abzocker von den Meldeämtern bekommen – in meinen Augen ein krasser Datendiebstahl. Ich habe der Meldebehörde meine Daten nicht überlassen, damit die sie an Dritte weitergibt, sondern dem klar widersprochen!

Aber was kümmert das diese Menschen, deren Lebensentwurf ein sicherer Posten als Beamter oder zumindest als Verwaltungsangestellter ist und die mit ihren Familienclans schon seit Generationen die deutschen Rathäuser beherrschen – schauen Sie mal in die veröffentlichten Mitarbeiterverzeichnisse auf den Internetseiten der Rathäuser, das liest sich wie ein Familienstammbaum und ist diesbezüglich eine wahre Offenbarung!

Die DSGVO interessiert die Datendiebe nicht die Bohne

GEZ: Der Teufel macht Inventur!Für Politiker und ihre Helfershelfer in den Ämtern gilt die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) offenbar wohl auch nicht. Das erinnert irgendwie an Schmalzlocke Trump, der sich im Falle eines Falles ja auch selbst begnadigen will.

Die Adressaten der Schreiben sind Personen, die „vergessen“ haben, ihre Wohnung zum Rundfunkbeitrag anzumelden, bei der Meldebehörde mit einer nicht mehr existierenden Wohnung gemeldet sind oder die es einfach nur versäumt haben, dem Beitragsservice ihre aktuelle Anschrift mitzuteilen.

Eigentlich dachte ich ja, dass die Eintreiber im Sommer besseres zu tun haben – zum Beispiel wie früher über die Campingplätze zu tingeln, um die Camper zu erschrecken und Zelte als „Zweitwohnsitz“ mit zweifelhaften Methoden zu besteuern.

Aber dafür ist es vermutlich im Jahrtausendsommer 2018 dann doch zu heiß für die von klimatisierten Amtsstuben verwöhnten Abzocker…


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