GEWINN DER US-BANKEN DURCH FED-HILFE = 13 MRD. DOLLAR

GEWINN DER US-BANKEN DURCH FED-HILFE = 13 MRD. DOLLARDie Fed hat sich lange gewehrt, die Zahlen zu den Notkrediten an die US-Banken zu veröffentlichen. Irgendwann geschah es unter dem Freedom of Information Act dann doch, aber die 29.000 (!) Seiten Papier waren ein so großer Batzen Daten, die es zu verarbeiten galt, dass auch heute noch Neuigkeiten aus den Daten gezogen werden können. Quelle: diewunderbareweltderwirtschaft.de - Secret Fed Loans Gave Banks Undisclosed $13B

Die Nachrichtenagentur Bloomberg ist dabei ganz weit vorne, um nicht zu sagen allein auf weiter Flur. Sie hatte unter anderem die Daten  der unterschiedlichen Hilfsprogramme zusammengerechnet und ist dabei auf eine maximale Gesamtsumme der Hilfen von 3,3 Billionen Dollar gekommen. Auch überraschende Details wie die Hilfen der US-Notenbank Fed an das Bundesland Bayern wurden dabei zu Tage gefördert (siehe Die Fed hat sogar Bayern (nicht die LB …) mit Geld versorgt ).

Aber Bloomberg hat noch nicht aufgehört, die Daten weiter unter die Lupe zu nehmen. Inzwischen hat Bloomberg die Datensätze der Nothilfen scheinbar für jede Bank und jeden Tag einzeln in der Datenbank und kann damit genau sagen, welche Bank an welchem Tag wie viel Notkredit in Anspruch genommen hat.

Der Höhepunkt dieser Notkredite, die übrigens mit einem niedrigerem als dem üblichen Zins verzinst wurden, lag am 5.  Dezember 2008 bei 1,2 Billionen Dollar. Die großen 6 US-Banken (JP Morgan, Citigroup, Wells Fargo, Goldman Sachs, Bank of America, Morgan Stanley) gönnten sich davon satte 460 Milliarden Dollar. Man sieht schnell, wie unglaublich Pleite die US-Banken waren und wie stark ihnen mit lebenserhaltenden Maßnahmen unter die Arme gegriffen werden musste.

Bloomberg hat aber auch eine andere spannende Berechnung vorgenommen: Mit den tagesgenauen Volumina der Notkredite kann man jetzt den Zinsvorteil errechnen, den die US-Banken erhalten haben. Es sind über den Zeitraum von 2007 bis 2009

13.000.000.000 (13 Milliarden) Dollar,

die die US-Banken gegenüber dem normalen Zins gespart haben.

Das ist ganz grob etwa ein Monatsgewinn für die US-Banken in normalen Zeiten, man sollte das also auch nicht zu sehr dramatisieren.

Trotzdem: all das in einem Programm, das keine rechtliche Legitimation hatte (im Gegensatz zu den anderen Programmen wie TARP, etc.) und das keinerlei parlamentarischer Kontrolle unterworfen war. Zur Einordnung: Der Umfang dieser Notkredite war mehr als dreimal so groß wie die offiziellen Maßnahmen, also z.B. das Ankaufprogramm für Junk-Anleihen TARP.

Außerdem erschließt sich mir nicht, wieso die Banken den Kredit zu niedrigeren Zinsen als üblich bekommen haben. Die Fed hat doch eigentlich zwei Zinssätze für die Liquiditätsprogramme: Einen niedrigen, für die normalen Geldgeschäfte und einen etwas höheren für die Notkredite.

Dass der Bankensektor liquide gehalten werden muss, OK. Dafür ist die Fed zuständig. Aber das muss man ja nicht unbedingt komplett geheim und zu subventionierten Zinssätzen machen.

Am Ende noch eine Frage, die vielleicht ja jemand beantworten kann: Wo tauchten die Kredite in den Bilanzen der Banken auf? Hätte man dort die Notkredite der Fed nicht eigentlich auch irgendwo finden müssen?

Linkempfehlungen:

Finanzkrise/ Eurokrise/ Eurorettung: Mein Name ist Bond „Euro Bond“

GEWINN DER US-BANKEN DURCH FED-HILFE = 13 MRD. DOLLARSchon Anfang des Jahres schlug der luxemburgische Premier Claude Juncker („Mr. Euro“) vor, Euro-Bonds einzuführen. Bei uns traf er auf Begeisterung bei den Grünen, in der SPD und den Gewerkschaften, auf (schlecht gespielte) Empörung in der CDU und klare Ablehnung in der FDP und der CSU.

Die Gründe für Euro-Bonds liegen auf der Hand. Kreditwürdige Nordländer bürgen für die Schulden der Südländer. Letztere kämen leichter an billigeres Geld. Ergebnis: Es wäre erst einmal „Ruhe im Karton“.

Die Gründe gegen Euro-Bonds leuchten auch ein. Deutschland müsste dreimal so hohe Zinssätze zahlen. Schlimmer noch, wir garantieren die Rückzahlung der Schulden anderer.  Bürgt jeder für die Schulden aller, ist am Ende niemand mehr verantwortlich. Ergebnis: Schuldenmachen würde belohnt. –  Mein Name ist Bond „Euro Bond“

Finanzkrise: „Eurogeddon“ – Angst vor Ausschreitungen und sozialen Unruhen

GEWINN DER US-BANKEN DURCH FED-HILFE = 13 MRD. DOLLARDas britische Außenministerium hat seine Diplomaten dazu angehalten, sich auf einen möglichen Euro-Kollaps einzustellen und dabei auch die Wahrscheinlichkeit von Riots mit einzubeziehen. 

Wenn stimmt, was Familienangehörige, Freunde und Bekannte erzählen, dann gibt es in Deutschland unzählige Personen, die nachts kaum mehr schlafen, weil sie an den Euro denken. Dann sind tausende Keller bis obenhin mit Vorräten gefüllt, die zwei Monate reichen müssen, dann hätten Diebe momentan die allerbesten Aussichten in Wohnungen auf riesige Mengen Bargeld zu stoßen, wenn sie – wie in doch längst veralteten Geschichten – in Schubladen, unter Matrazen und in alten Kaffeedosen suchen. Vielleicht finden sie sogar Gold wie im Märchen. Dass die Angst, die in den Büro-, Flur- und Mittagspausenerzählungen weitergereicht wird, durchaus ernst zu nehmen ist, merkt man spätestens dann, wenn die Mütter am Telefon kaum mehr über ihre Kinder reden, sondern fast nur mehr über Euro-Kollaps-Gegenmaßnahmen – und anschließend die Sparguthaben überprüft werden.. -  Weiterlesen…


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