Gewerkschafter Mansour Osanlou (منصور اسانلو)

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Mansour Osanlou

Mansour Osanlou (منصور اسانلو), der es gewagt hatte, im Jahre 2005 die “Gewerkschaft der Busfahrer von Teheran und Umgebung” wieder zu gründen, ist bereits mehrmals verhaftet und unter Druck gesetzt worden.

Im Dezember 2005 sollten die Fahrpreise für die öffentlichen Busse in Teheran erhöht werden. Die Gewerkschaft und Osanlou haben dagegen protestiert. Osanlou wurde zu dieser Zeit erstmals festgenommen.

Im November 2006 wurden er sowie sein Stellvertreter Ebrahim Madadi (ابراهیم مددی) von zivilen Einheiten, die sich bei solchen Verschleppungen nicht mal zu erkennen geben, auf offener Straße verhaftet bzw. entführt. Im selben Monat wurde er gegen Kaution freigelassen.

Zuletzt wurde er im Juli 2007 in Abwesenheit seines Anwaltes (!) wegen “Handlungen gegen die nationale Sicherheit” zu einer Gefängnisstrafe von fünf Jahren verurteilt und ist seit dem in Haft.

Doch selbst im Gefängnis scheinen Menschen wie er, die selbst unter Folter nicht dazu bereit sind, ein “Geständnis” abzulegen, eine Gefahr für das Regime in Teheran darzustellen.

Osanlou wurde in das Gefängnis “Rajai-Schahr” verlegt, wo er nicht nur durch die Gefängniswärter, sondern auch durch die von “Sicherheitsbeamten” aufgehetzte und wegen Drogendelikten festgenommene Häftlinge unter Druck gesetzt. Nach iranischen Gesetzen müssen aber Häftlinge, je nach „Delikt“, getrennt untergebracht werden; Drogenabhängige und politische Gefangene in einem Zellenblock unterzubringen, muss daher als eine gezielte Aktion verstanden werden.

Osanlou musste auch mehrmals Einzelhaft über sich ergehen lassen.

Seine Familie war ebenfalls bereits Ziel von Angriffen der Regierung.

Osanloos Schwiegertochter Zoya Samadi wurde von Sicherheitskräften der Islamischen Republik entführt und geschlagen. Tage nach diesem Vorfall gab Familie Osanloo bekannt, dass sie infolge der Übergriffe eine Fehlgeburt erlitten habe.

Quelle: Radio Zamaneh, Übersetzung von: Julia

Seine Frau Parvaneh Osanlou bestätigte gegenüber Radio Zamaneh auch, dass Osanlou während seiner Haft mehrmals wegen zugezogene Augenleiden operiert werden musste. Infolge dieser schweren Operationen und wegen seiner vorher bekannten Krankheit wurden seine Herzprobleme akut. Er leidet außerdem an Lungen-, Rücken- und Hautproblemen. Ärzte hatten wiederholt bestätigt, dass er wegen seines Zustandes nicht hafttauglich ist.

Er wurde nun am 6.8.2010 erneut in Abwesenheit seines Anwaltes und unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor Gericht gestellt und wegen “Verbindungen zu Regimekritikern” verurteilt.

Die Höhe der Strafe wurde jedoch noch nicht bekannt gegeben.

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