Geschwisterstreit: Unser Top-3-Gründe für Brüderkämpfe

In letzter Zeit häufen sie sich, die Streiterein unter meinen zwei Jungs. An manchen Tagen vergehen echt keine fünf Minuten ohne Geschrei, Gezeter, Gekloppe und Tränen. Keine. Fünf. Minuten!

Gestern saßen wir bei meinen Eltern im Garten zum Abendessen. Es gab Suppe und Nudeln mit Soße. Die Jungs aßen friedlich und beide auch recht viel. Tja – und dann kam Opa mit EINEM Schälchen Schokopudding an. EINEM! Was dann abging, kannste dir nicht ausdenken. JEDER wollte diesen von Opa selbst gemachten Pudding. Kann ich verstehen – ich wollte ihn nämlich auch. Heul.

Teilen, so dachte ich, wäre die Lösung des Problems. Erst bekam der Rabauke seinen Teil, dann wanderte die Schüssel zum feinen Herren. Der dann unter futterneidischem Gekreische seinen Teil essen musste, bis ihm der kleine Bruder das Schüsselchen abgreifen konnte. Der wollte sich schnell die Reste ausspachteln, nur dummerweise fiel im Eifer des Gefechtes das Schälchen runter. Und zerbrach. Die Apokalypse ist nichts dagegen, sag ich euch.

Beim nächsten Mal bin ich jedenfalls klüger – lieber kein Pudding als nur einer. Echt jetzt. Aber wenn´s nur der Streit  um´s Essen wäre. Denn es gibt eigentlich immer einen Grund zum Streiten. IMMER.

Begehrtes Spielzeug

Komischerweise ist immer genau der Gegenstand am interessantesten, den der andere Bruder gerade bespielt. Das führt dazu, dass der feine Herr auf einmal Autos toll findet, die ihm früher total latte waren. Und das Kleinkindspielzeug, das er seit zwei Jahren mit dem Arsch nicht angeschaut hat, ist auf einmal auch der Kracher. Während der Rabauke super gerne kleinen Legomännchen den Kopf abbeißt und alles haben will, was der große Bruder gerade hat, natürlich mit Wutanfall. „Iss auch schaukel…wuuääääh“. Brüderkeile. Tränen.

Dein Gebautes gönn ich dir nicht

Wo wir dann schon mal bei Wut sind – dieser Altersabstand macht einen echt wahnsinnig. Ich mein Kleinlego versus Ball und Autos. Während der feine Herr malt, baut und  liest, kommt der kleine Bruder gozillamäßig ins Zimmer gestampft. Um zu zerstören. Da bleibt kein Stein auf dem anderen, jedes Bild wird bekrickelt und das Buch zerschreddert. Geschrei „Mama, der Rabauke macht alles kaputt. Neeeeein! Nimm ihn wäääääääg“. Brüderkeile. Tränen.

Ich will spielen – du nich

Und dann wäre da noch das Thema Fernsehen. Ich meine, ich hab zwar das Couchkommando, aber nützt mir ja auch nix, wenn der TV aus bleibt oder nur für bestimmte Sendungen zum Einsatz kommt. Wie beispielsweise Ninjago. Das schaut der feine Herr wirklich gerne. Und alle, die in das Fernsehvergnügen reingrätschen, werden angefaucht. „Psssst – ich WILL das hören“. Nur der Rabauke ist da leider nicht so Kompromiss bereit. Weder schaut er mit, noch spielt er dann etwas alleine. Nein, er MUSS genau zur Ninjago-Zeit über den Bruder hopsen oder eine Kissenschlacht anzetteln. Oder er setzt sich daneben und fängt provokativ an zu treten. „Aaaahhh, ich WILL DAS HÖREN. Nimm ihn wääääääg!“ Brüderkeile. Tränen.

Ich verstehe ja generell das Dilemma – der Kleine will mitspielen, der Große will das nicht. Der Große will sich nicht enttrohnen lassen, der Kleine will auch Raum zum Spielen. Und ja – streiten will gelernt sein. Ich glaub manchmal, die brauchen das.

Aber muss das denn immer provoziert werden und in Geschrei enden? Ich hoffe wirklich, dass es bei den beiden Jungs nicht in Konkurrenzkämpfe übergeht. Und sie sich sobald der Rabauke noch etwas besser sprechen kann, eher gegen uns Eltern verbrüdern, als miteinander zu streiten und zu kämpfen.

Wie ist das bei euch? Wie löst ihr Geschwisterkonflikte und Streiereien?



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