Geschichte des Graffiti – gesellschaftliche Kontroverse

Hey Writer,
Graffitis sind wie wir bereits wissen, eine polarisierende Kunstrichtung und absolut geil! Egal wo wir hinsehen, vor allem in etwas heruntergekommenen Städten, finden wir sie an fast jeder Wand. Außerdem sprühen wir tagtäglich… aber woher kommt Graffiti eigentlich? Welchen Ursprung hat diese Kunstrichtung und warum ist sie heute so wie sie ist?
Fangen wir direkt bei der Höhlenmalerei an, denn diese werden gerne als erste Graffiti bezeichnet. Dabei handelten die ersten Abbildungen von Tieren, Jagdszenen und Menschen sowie Handabdrücken. Diese »Graffitis« waren aber nicht nur Verschönerung von Wänden gedacht – weit gefehlt! Vielmehr wurden aus zeremonielle und spirituelle Gründen angefertigt und dienten dem Jagdglück und aus der Fruchtbarkeit – rein symbolisch versteht sich.
Aber warum heißt es heute nicht Wandmalerei sondern Graffiti? Der Ursprung dieses Wortes ist in der Renaissance zu finden, als sich von Italien bis über ganz Europa eine Kraftputztechnik (Sgraffito) zur Fassadengestaltung verbreitete.
Auf historischen Mauerwerken findet man heute auch noch private Zeichen und Namen, die dauerhaft belegen sollen, dass jemand an dieser Stelle gewesen sein muss. Geritzt wird aber auch auf Bäumen – so kennen sicherlich die meisten von uns das typische »A ❤ B«. Zwei Initialen in einem Herz miteinander verbunden bzw. nebeneinander gestellt. Daher können wir eigentlich sagen, dass das spontane Anbringen von Symbolen, Bildern und Schrift im öffentlichen Raum die eigentlichen Wurzeln des Graffitis kennzeichnen.
Nach einer Zeit kamen Sprühfarben in den Markt, die sich als erstes in Nordamerika und dann weltweit rasant durchsetzten. Und seit Ende der 60er wird der Begriff Graffiti so als Überbegriff für subkulturelle Auf- und Inschriften verstanden.
Das alles ist zwar sehr interessant, aber kommen wir nun lieber zum heutigen Graffiti-Style, welchen wir alle kennen.
1968, das war die Geburtsstunde des neuzeitlichen Graffiti, die in New York der sozial schwachen, überwiegend schwarzen Bevölkerung, entstanden ist. Individuelle Stile wurden durch die ersten modernen Graffiti-Künstler schnell entwickelt und waren untereinander auch in einem Wettstreit, um die beste Technik und um die größtmögliche Präsenz. Langsam bildeten sich auch ganze Writer-Crews, die sich regelmäßig trafen, um Erfahrungen und Techniken auszutauschen. Aber auch die Konkurrenz schläft nicht, sodass stets unter den Writern nach Ruhm und Ehre gekämpft wird. Um möglichst populär zu werden, sprayen Writer in den verschiedensten Orten – selbst Buse und Bahnen waren davon nicht ungenutzt, was eine Menge Punkte für den »Writer-Ruhm« versprach. So wurden ganze Züge und bald auch U-Bahn Stationen davon überzogen und variierten kunstvoll immer wieder den Namen des Writers sowie ergänzte Writer.
Das war so der Anfang des Graffiti, natürlich entwickelte sich das immer weiter, sodass Strichzeichnung zu Tags wurden, usw…


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