Gerüchte - Gift im menschlichen Alltag!

Gerüchte - Gift im menschlichen Alltag!

Quelle: Astrid Müller

"Das Gerücht ist wie Falschgeld:
Rechtschaffene Menschen würden es niemals herstellen,
aber sie geben es bedenkenlos weiter.“
Claire Boothe Luce

Ihr Lieben,
heute Abend möchte ich Euch auf besonderen Wunsch hin noch einmal die Geschichte von dem Gerücht erzählen, die von einem unbekannten Autor stammt:
„Die üble Nachrede“
„Ein Nachbar hatte über Künzelmann schlecht geredet und die Gerüchte waren bis zu Künzelmann gekommen. Künzelmann stellte den Nachbarn zur Rede.
"Ich werde es bestimmt nicht wieder tun", versprach der Nachbar. "Ich nehme alles zurück, was ich über Sie erzählt habe".

Künzelmann sah den Anderen ernst an. "Ich habe keinen Grund, Ihnen nicht zu verzeihen" erwiderte er. "Jedoch verlangt jede böse Tat ihre Sühne."

"Ich bin gerne zu allem bereit." sagte der Nachbar zerknirscht. Künzelmann erhob sich, ging ins sein Schlafzimmer und kam mit einem großen Kopfkissen zurück.
"Tragen Sie dieses Kissen in Ihr Haus, das hundert Schritte von meinem entfernt steht." sagte er. "Dann schneiden Sie ein Loch in das Kissen und kommen wieder zurück, indem Sie unterwegs immer eine Feder nach rechts, eine Feder nach links werfen. Dies ist der Sühne erster Teil."
Der Nachbar tat, wie ihm geheißen. Als er wieder vor Künzelmann stand und ihm die leere Kissenhülle überreichte, fragte er: "Und der zweite Teil meiner Buße?""Gehen Sie jetzt wieder den Weg zu Ihrem Haus zurück und sammeln Sie alle Federn wieder ein."
Der Nachbar stammelte verwirrt: "Ich kann doch unmöglich all die Federn wieder einsammeln! Ich streute sie wahllos aus, warf eine hierhin und eine dorthin. Inzwischen hat der Wind sie in alle Himmelsrichtungen getragen. Wie könnte ich sie alle wieder einfangen?"

Künzelmann nickte ernst:
"Das wollte ich hören! Genau so ist es mit der üblen Nachrede und den Verleumdungen. Einmal ausgestreut, laufen sie durch alle Winde, wir wissen nicht wohin. Wie kann man sie also einfach wieder zurücknehmen?"

Gerüchte - Gift im menschlichen Alltag!

"Das Gerücht" von Paul Weber

Ihr Lieben,

 mein Opa sagte immer: "Wenn man einem Gerücht glaubt, dann werden aus drei harmlosen Hühnerfedern ganz schnell drei tote Hühner."
Diese kleine Geschichte ist deshalb so wichtig, weil sie unsere Verantwortung gegenüber anderen Menschen zeigt.

 Mit Worten können wir Menschen ermutigen, durch Worte können wir aber auch Gerüchte ausstreuen, die Menschen vernichten oder zumindest entmutigen können.
Eine Untersuchung hat einmal ergeben, dass es sich bei 75% unserer Gespräche um Gespräche über andere Menschen handelt. Es gehört also zu unserem Alltag dazu, uns mit anderen Menschen über wiederum andere Menschen zu unterhalten.
Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden und nichts wäre weltfremder, als sich in Zukunft aus allen Gesprächen, die andere Menschen betreffen, herauszuhalten.
Unsere Aufgabe aber sollte es sein, das, was wir gehört haben, auf seinen Wahrheitsgehalt zu überprüfen, und da wir das in den allermeisten Fällen nicht können, sollten wir zumindest vorsichtig sein, das Gehörte einfach weiterzuerzählen.
Die Gefahr des Weitererzählens besteht vor allem darin, dass häufig zu dem Gehörten noch etwas hinzugefügt wird.
 
Beispiel: Ein Mann, - nennen wir ihn Heinz -, ist in der Stadt unterwegs und trifft dort seine Schwester, die er herzlich umarmt und küsst. 
Jemand, der nicht weiß, dass Heinz eine Schwester hat, erzählt nun weiter, er habe Heinz mit einer schönen Frau in der Stadt gesehen. Der Nächste, der das nun weitererzählt, behauptet, Heinz und die Frau hätten den Eindruck erweckt, sehr verliebt zu sein.
Und der Dritte erdreistet sich, zu erzählen, er habe schon lange gewusst, dass Heinz eine Geliebte habe. 
Und der Vierte weiß aus erster Quelle, dass Heinz sich scheiden lassen will und zu seiner Geliebten ziehen will.
Wir sollten bei allem Reden über andere Menschen Zurückhaltung üben und uns befleißigen, vor allem zum Guten zu reden.  Unsere Aufgabe sollte es nicht sein, die Kette der Gerüchte zu verlängern, sondern sie zu zerbrechen.
Ich wünsche Euch eine gute neue Woche und dass über Euch nur in gutem Sinne geredet wird und grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner

Gerüchte - Gift im menschlichen Alltag!

Quelle: Karin Heringshausen



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