Generation Facebook

„Und?“, fragt die, die sich derzeit bei mir eingenistet hat, beim gemeinsamen Frühstück. Die derzeit mein Arbeitszimmer okkupiert, um sich den Weg zur Uni-Bibliothek zu verkürzen. Die sich von mir versorgen lässt, doch bei jedweder Ortsveränderung alles stehen und liegen lässt. Die die Heizung auf „5″ dreht, sollte es ihr zu kalt sein. Die meine Tochter ist.

„Und? – Was sagt Lena zu meinem Vorschlag?“

Keine Ahnung, was sie meint.

Sie bemerkt mich stutzen.

„Hast wohl wieder einmal das Link nicht angeklickt, welches ich dir schickte? – Oh nee! – IMMER IGNORIERST DU MICH!“

Dazu ein Vortrag gleichen Inhalts. Das Finale:

„Ich bin dir wohl nicht mehr so wichtig?“

Heimlich linse ich in mein Facebook. Werde fündig. Gestern – 16:15 Uhr – traf tatsächlich ein Link ein.

So suche ich nun nach einer Ausrede.

„Entschuldige bitte, aber ich bin krank.“

Aber das ist Quatsch, weiß ich bereits beim Sprechen.

Krankheit kann nicht Grund sein, alle Geräte abzustellen.



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