Gemüsebrühe – Nach dem No Waste Prinzip [Kücheneinmaleins]

Heute gibt es endlich wieder ein neues Kücheneinmaleins – jetzt werden viele von Euch denken: ja ok Gemüsebrühe klingt erstmal nicht so spannend. Aber Hand aufs Herz, wie oft verwendet Ihr das ein oder andere Pülverchen aus der Tüte oder dem Glas? Und ich rede jetzt nicht von der aufwendigen energiefressenden selbst hergestellten Variante. Denn schon unsere Großeltern wussten, dass nichts über hausgemachte Brühe geht. Und weil man dafür aber nicht immer los rennen und bündelweise frisches Suppengemüse kaufen und zu Tode kochen muss, habe ich heute eine praktische und vor allem fast kostenlose Alternative. Ein netter Nebeneffekt – ihr müsst ab sofort nur noch halb so oft den Biomüll weg bringen – versprochen. 

Gemüsebrühe – Nach dem No Waste Prinzip [Kücheneinmaleins]

Die meisten Gemüse verarbeite ich ohnehin komplett – es wird nur selten etwas vor der Zubereitung geschält, wenn es nicht wirklich sein muss. Aber hier und da fällt doch mal ein Abschnitt oder etwas Schale an. Früher in meiner ersten WG bekamen die Kaninchen den Großteil zum Mümmeln – noch viel früher kam alles auf den Kompost im Garten meiner Eltern. Doch mit dem Stadtleben reduzierten sich auch diese beiden Möglichkeiten. Und eines schönen Nachmittags in der Küche, als ich gerade fleißig am Gemüse schnibbeln, für die nächste Ladung Gemüsebrühe war, kam mir der einleuchtende Gedanke. Warum muss es eigentlich immer frisches Suppengemüse sein? Die Nährstoffe sind in den Schalen und Endstücken ebenso enthalten. Und wenn ich im Frühjahr Spargelschalen und Bruchstücke für die nächste Spargelsuppe im Froster sammle, warum nicht auch Gemüsereste? 

Gemüsebrühe – Nach dem No Waste Prinzip [Kücheneinmaleins]

Gemüsebrühe

Rezept für 2 Liter Brühe

800g Gemüseabschnitte [Zwiebel, Möhren, Sellerie, Lauch, Pastinake] 2,5 Liter Wasser 4 Lorbeerblätter 1 EL Pfefferkörner 2 EL Meersalz 1 EL Zucker
Gemüsebrühe – Nach dem No Waste Prinzip [Kücheneinmaleins]
1) Gebt die gefrorenen Gemüseabschnitte in das kalte Wasser – fügt Salz, Zucker, Pfeffer und Lorbeerblätter hinzu. 2) Lasst alles einmal kräftig aufkochen – gebt den Deckel auf den Topf und lasst die Brühe auf niedriger Stufe etwa 2 Stunden köcheln [eine Stunde im Schnellkochtopf]. 3) Anschließend gießt Ihr die Brühe durch ein großes Sieb – danach noch einmal durch ein feines Mulltuch.  4) Lasst sie jetzt einmal kurz aufkochen und füllt sie in abgekochte Einmachgläser – verschließt sie kräftig mit dem Deckel und lasst sie etwa 8-10 Minuten auf dem Kopf stehen. 5) Danach könnt Ihr sie umdrehen und restlos auskühlen lassen – jetzt könnt Ihr Eure Gemüsebrühe mehrere Monate an einem lichtgeschützten Ort lagern. 
Gemüsebrühe – Nach dem No Waste Prinzip [Kücheneinmaleins] Wie Ihr seht hält sich der Aufwand wirklich in Grenzen, ebenso wie der Wareneinsatz. Jeder hat schließlich ein kleines ungenutztes Eckchen in seiner Tiefkühltruhe frei, in dem er Platz für eine Tupperdose hat, in die allerlei Gemüseabschnitte wandern können. Es ist wirklich nur eine Frage der Übung und Disziplin, nicht automatisch zum Mülleimer zu laufen, sondern stattdessen das Gemüsefach der Tiefkühltruhe zu öffnen und die Schalen und Abschnitte darin zu sammeln, bis wieder genug für die nächste Ration Gemüsebrühe beisammen ist. Und selbstverständlich könnt Ihr nicht nur Gemüsefond daraus kochen – sie eignen sich ebenso als Grundlage für diverse Fleischbrühen und Fonds. Aber dazu werde ich nochmal in separaten Beiträgen kommen, um das Thema übersichtlich zu halten. 

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