Gelesen: Wenn der Keks redet, haben die Krümel Pause von Malte Pieper

Hallo zusammen!
Da die anderen beiden ausstehenden Rezis sich noch in der Umfrag duellieren, gibt es heute erstmal die Rezi zu einem richtig tollen Buch, dass sich vor allem Schüler jetzt mal näher anschauen sollten :o)
Ich bedanke mich recht herzlich beim Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar!
Gelesen: Wenn der Keks redet, haben die Krümel Pause von Malte Pieper

Eckdaten

Titel: Wenn der Keks redet, haben die Krümel Pause Autor: Malte Pieper Originaltitel:Format: Taschenbuch, 288 Seiten Verlag: Rowohlt; 1. Auflage vom Juni 2012 ISBN: 978-3-499-62961-7 Euro (D): 9.99 beim Verlag Leseprobe

Cover und Aufmachung

Rot ist natürlich eine Farbe, die ins Auge sticht. Das Cover ist in einer Art Comicstil gehalten und kommt eher schlicht daher, fängt aber das, worum´s im Buch geht, einwandfrei ein. Die comicartigen Illustrierungen stehen immer am Anfang eines "großen" Kapitels und untermalen sehr anschaulich, um was es in den folgenden Seiten gehen wird. Der Stil passt also perfekt zu Buch und Inhalt!

Inhalt

Regel Nummer 1: Der Lehrer hat immer recht!
… auch wenn er seine pädagogischen Fähigkeiten nur durch Schlüsselbundwerfen unter Beweis stellt. Immerhin bleibt so sein Unterricht im Gedächtnis. Allein schon wegen der vielen Narben, die ein solches Wurfgeschoss mit der Zeit hinterlässt. Malte Pieper kann ein Lied vom alltäglichen Schulwahnsinn singen, denn er hat gerade dreizehn Jahre Lehranstalt hinter sich gebracht. Dreizehn Jahre zwischen Pausenbrot und Lebenslaufoptimierung, Klassenarbeiten und Klassenkameraden, Hausaufgaben per «copy and paste» und Lehrkräften, die bei der Berufswahl nicht bedacht haben, dass sie lebendigen Schülern gegenübersitzen. Wenn Sie das Buch zuschlagen, werden Sie sagen: «Stimmt! Genau so waren meine Lehrer!» Es sei denn, Sie sind selbst Lehrer. Dann werden Sie wahrscheinlich denken: «Stimmt! Genau so sind meine Kollegen!»

Meine Meinung

An dieser Stelle möchte ich erstmal etwas an den Autor loswerden: Danke Malte, dass Du es gewagt hast, mit dem Alltag im Irrenhaus namens "Schule" an die Öffentlichkeit zu gehen! So viele Generationen von Schülern haben wahrscheinlich das Gleiche erlebt, wenn auch in leicht abgeänderter Form, aber vom Grundsatz hat sich nie etwas geändert. Du sprichst damit wohl so ziemlich jedem, der mal Schüler war, aus der Seele - Danke dafür! 
So und jetzt zu meiner Meinung. Dieser tolle Moment, in dem einen bewusst wird, dass man jetzt "frei" ist, der liegt bei mir jetzt knapp drei Jahre zurück, die Erinnerungen an meine Schul - und Abizeit sind dementsprechend noch sehr, sehr frisch und das war nicht zuletzt ein Grund dafür, weshalb ich mich von diesem Buch exzellent unterhalten gefühlt habe. Natürlich waren wir alle mal Schüler, ja selbst die Lehrer waren mal Schüler, aber das Erlebnis des täglichen Wahnsinns hängt eben doch ein wenig mit der Epoche zusammen, in der man ihm ausgesetzt ist. Deshalb würde ich ja fast behaupten, dass "unsere" Generation, deren Schulabschluss noch nicht lange her ist und diejenigen, die jetzt noch Schüler sind, wohl den meisten Spaß mit diesem Buch haben dürften.
Malte Pieper berichtet von nackten Tatsachen ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Und das nicht entweder platt oder niveaulos, sondern mit genialem Wortwitz und geschickt verpackter Kritik am deutschen Bildungssystem. Ich bin mir sicher, dass diese ganzen haaresträubenden Erlebnisse nicht erfunden sind, wie sollten sie auch, ich könnte schließlich genau so viel Verrücktes über meine Schulzeit berichten und unser Bildungssystem ist sowieso einen Lacher wert. 
So ziemlich jeder bekommt sein Fett weg, und bitte lieber Lehrer und Eltern, fühlt Euch nicht benachteiligt, Malte Pieper fast auch sich selbst und allen anderen Schülern an die Nase. Bei seinen Erzählungen vom Schulalltag und alles, wirklich alles, was damit zusammenhängt - Klassenfahrten, Tage der offenen Tür, Lehrer im Referendariat und natürlich Unterricht, um nur eine kleine Auswahl zu nennen, bleibt beim Leser kein Auge trocken. Wer hier nicht lacht, dem fehlt es wahrscheinlich wirklich an Humor...oder er ist wohl möglich Lehrer, dann lacht er aber auch deswegen nicht, weil er sich für seine Kollegen fremdschämen muss. 
Ich war wirklich positiv überrascht vom Schreibstil und dem amüsanten, aber intelligenten Niveau dieses Buches. Da soll mal noch einer sagen, unsere Generation würde nichts taugen! Ich kann wirklich nur eine Empfehlung aussprechen, lest dieses Buch und seid Euch bewusst, dass Ihr nicht die einzigen seid, die den Schul-Wahnsinn ertragen mussten!  

Bewertung Dieser Punkt bleibt ohne große Worte, denn ich habe Tränen gelacht und mich mehr als angesprochen gefühlt. Was will ich von einem Buch mehr?
5 Punkte Gelesen: Wenn der Keks redet, haben die Krümel Pause von Malte Pieper


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