Gelesen: Tote Mädchen lügen nicht von Jay Asher

Von Missblackxxl @MissBlackXXL
Hallo Ihr Lieben,
leider habe ich gestern total verschwitzt, die Rezi noch zu posten, aber es gab da gestern einige Dinge die mich stundenlang abgelenkt haben *grins* Aber jetzt habe ich wie versprochen für Euch die Rezension zu Jay Ashers "Tote Mädchen lügen" nicht - das Buch hat bei mir gemischte Gefühle hinterlassen, sehr gemischte Gefühle!
Eckdaten
eBook, ca. 283 gedruckte Seiten
cbt Verlag; e-Ausgabe vom Juni 2009
ISBN: 3570307344
Euro (D): 8.99
bei Amazon
Inhalt
Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit 13 Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf „Play“ – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon ... (amazon.de)
Meine Meinung
Irgendwie hat mich dieses Buch berührt, aber gleichzeitig gab es da einige Dinge, die mich insgesamt nicht überzeugt haben - noch nie war ich bei einem Buch so hin und hergerissen.
In Clays Jahrgang hat sich eine Tragödie ereignet: ein junges Mädchen hat beinahe grundlos Selbstmord begangen und keiner kann sich so richtig erklären warum, doch das wird sich bald ändern. Clay findet ein Paket mit 13 Kassetten vor seiner Haustür und als er anfängt, die erste zu hören, erstarrt er vor Angst: das tote Mädchen hat die Kassetten vollgesprochen, 13 Personen spricht sie persönlich an und legt ihnen offen, dass sie die 13 Gründe für ihren Selbstmord sind und Clay gehört dazu. Es beginnt für ihn eine qualvolle Zeit, während er von Ort zu Ort wandert, die das Mädchen auf den Kassetten benennt.
Schnell wird dem Leser klar, dass es sich wohl um das "klassische" Mobbing an der Schule handelt, welches das Mädchen in den Selbstmord geführt hat. Allerdings sind da auch immer wieder Geschehnisse dabei, wo ich einfach nicht verstehen kann, warum sie das so dermaßen mitnimmt - eigentlich bin ich kein unsensibler Mensch und habe in meiner Schulzeit auch Mobbing mitbekommen, aber manche Reaktionen fand ich einfach sehr überzogen für meinen Geschmack. Das ist eigentlich das, was mich an dem Buch am meisten gestört hat, dass ich die Gefühle und Denkweisen des Mädchens einfach nicht nachvollziehen und mich in sie hineinversetzen konnte.
Was ebenfalls eine Schwierigkeit war, liegt nicht in der Geschichte, sondern im Schreibstil. Das, was sie erzählt wird kursiv geschrieben, allerdings ist es mir nicht nur einmal passiert, dass ich auf einmal etwas gelesen habe, was Clay sagt oder denkt, die Übergange sind manchmal sehr schwammig und schnell weiß man nicht mehr, wer jetzt was gesagt hat.
Mobbing ist sicherlich ein schwieriges Thema und jeder Mensch reagiert anders darauf - das ist wohl auch das größte Handicap dieses Buches. An und für sich eine einfallsreiche Umsetzung des Themas, leider konnte ich mich kaum bis gar nicht in die Hauptfiguren hineinversetzen.
Bewertung
Ich sage es nochmal ausdrücklich: eine Rezension ist immer subjektiv, aber diese hier ganz besonders. Jeder geht anders mit so einer Situation um, die das Buch beschreibt. Mich konnte es leider nicht hundertprozentig für sich gewinnen. Empfehlen möchte ich es trotzdem, weil es ein sehr wichtiges Thema innovativ aufgreift.
Hierfür gebe ich 3 von 5 Sternen ***