Gelesen: ‘The Life-Changing Magic Of Tidying Up’ & meine Aufräum-Aktion

Zum ersten Mal von diesem Buch gehört habe ich über Instagram. Dort häuften sich vor ein paar Wochen die Fotos vom Cover und alle Welt schien völlig begeistert davon zu sein.
Ich fand, das es ganz interessant klang und so landete es auf meiner Amazon-Wunschliste.

In letzter Zeit habe ich mich verstärkt mit dem Thema Ordnung auseinander gesetzt, weil mich das Chaos in unserer Wohnung angefangen hat zu nerven. Wir haben zwar eine oberflächliche Ordnung und ich kann durchaus unangekündigten Besuch guten Gewissens hereinlassen, aber wirklich wohl fühle ich mich nicht.

Wir haben einfach zu viel Kram. Ständig suche ich irgendwas und die Schränke und Schubladen platzen aus allen Nähten.

Als ich gerade beschlossen hatte, dass jetzt Schluss damit ist und mich ans Ausmisten machen wollte, fiel mir das Buch wieder ein. Also schnell bestellt (kommt mit Prime ja am nächsten Tag) und sofort gelesen.


The Life-Changing Magic of Tidying Up von Marie Kondo

buchdetail

In ihrem Buch beschreibt Marie Kondo ihre Methode (die sogenannte KonMari-Methode), um ein für alle mal Ordnung zu schaffen und dann – jetzt kommts – für immer zu halten, ohne großen Aufwand.

Sie behauptet, wenn man ihrer Methode folgt muss man nur einmal Ausmisten und sein komplettes Heim in Ordnung bringen – und dann nie wieder. Sie sagt, man braucht nur einmal den Zustand der perfekten Ordnung zu erleben, um diesen für immer beibehalten zu können.

Klingt natürlich super, aber klappt das auch wirklich? Ich weiß es nicht, denn soweit bin ich noch nicht. Aber Frau Kondos Ansätze zum Thema Entrümpeln finde ich gut.

Sie nennt und erklärt 3 Schritte, um Ordnung zu schaffen und zu halten:

  1. Man muss sein Ziel identifizieren – Warum möchte man überhaupt aufräumen? Was verspricht man sich davon? Wie möchte man gerne leben und inwieweit hilft ein ordentliches, aufgeräumtes Haus dabei? Dieses Ziel sollte man sich so detailliert wie möglich ausmalen.
  2. Entrümpeln – Hierbei ist es laut Marie Kondo besonders wichtig, sein gesamtes Hab und Gut nach Kategorien abzuarbeiten und nicht etwa nach Zimmern oder Bereichen. Man soll alles, was man in einer bestimmten Kategorie besitzt (z. B. Klamotten) auf einen Haufen werfen und dann jedes einzelne Teil in die Hand nehmen und sich fragen: Bringt es mir Freude? Nur wenn die Antwort eindeutig ja ist, darf es behalten werden.
  3. Für alles einen festen Platz finden – Jedes Teil, das man besitzt muss einen Ort haben, an dem es zu Hause ist. Wenn du weißt, wo alles hingehört, fällt es dir leichter, es auch tatsächlich wieder weg zu räumen, wenn du es benutzt hast!

Ich bin der festen Überzeugung, dass diese Methode funktionieren kann, wenn man sich daran hält, wirklich nur die Dinge zu behalten, die einen wirklich glücklich machen.

Ich persönlich finde ja das Thema Minimalismus sehr spannend, aber so weit bin ich dann doch noch nicht. Das habe ich bei meinen ersten Entrümpelungs-Aktionen in den letzten Tagen gemerkt. Ich habe zwar vieles aussortiert, aber von einigen Dingen konnte ich mich trotz allem nicht trennen (auch wenn ich es laut Marie Kondo hätte tun müssen).

Auch konnte ich ihrem Ablauf nicht zu hundert Prozent folgen. Ich würde liebend gerne erst mal alles zusammen suchen, auf einen Haufen werfen und dann ganz in Ruhe aussortieren – aber dafür fehlt mir leider die Zeit. Mit Kleinkind im Haus habe ich sowieso nur begrenzte Zeitfenster, um solche Sachen zu erledigen, deshalb muss ich genau planen, was ich in einem bestimmten Zeitfenster schaffen kann, damit nicht alles im Chaos versinkt.

Aber ganz ehrlich: Wenn ich die Zeit hätte, würde ich es genau so machen, wie Marie Kondo es vorschlägt.

Etwas genervt an dem Buch hat mich teilweise der doch sehr starke ‘Selbsthilfe/Esotherik’-Tonfall (“Auch Sie können es schaffen!”) und das Kapitel, in dem sie erklärt, dass man seine Wohnung begrüßen soll, wenn man heim kommt und seinen Habseligkeiten danken soll, nachdem man sie benutzt hat fand ich dann doch etwas übertrieben.

Aber im Ganzen kann ich das Buch jedem empfehlen, der Ordnung in sein Leben bringen möchte und nicht weiß wie und wo er anfangen soll!


Meine bisherige Aufräum-Aktion

In den letzten Tagen habe ich schon meinen Kleiderschrank und mein Bücherregal aussortiert.

Ich habe tatsächlich jedes einzelne Kleidungsstück und jedes Buch in die Hand genommen und im Zweifelsfall auf den Aussortieren-Stapel geworfen.

Bei meinem Kleiderschrank war ich tatsächlich ein bisschen erschrocken darüber, wie viel ich eigentlich habe und wie wenig davon ich wirklich gerne anziehe. Ich glaube, ich besitze jetzt noch etwa ein Viertel von dem, was ich vorher hatte.

Das Bücherregal auszusortieren ist mir besonders schwer gefallen, denn meine Bücher sind mir heilig.

Ich war schon fast eine Stunde damit beschäftigt, die ganzen Bücher bloß aus dem Regal zu räumen:

buecherbergTrotzdem habe ich 3 Umzugskartons voll mit Büchern aussortiert.
Und das Ergebnis gefällt mir:

buecherregal


Wie steht es bei euch mit der lieben Ordnung? Habt ihr auch Chaos-Ecken, die mal entrümpelt werden müssten? Wie geht ihr das an?


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