Gelesen: Die Insel der besonderen Kinder von Ransom Riggs

Hallo zusammen!
Leider hatte ich am Wochenende doch keine Zeit fürs Bloggen, aber das war ja schon fast abzusehen ;o) Ich werde heute einige Rezensionen vorbereiten und höchstwahrscheinlich auch zwei Posten, da ich in den nächsten Tagen noch einiges vor habe, schließlich sind das jetzt meine letzten freien Tage *grins*
Kennt Ihr das? Da liegt ein Buch auf Eurem SuB, schon lange. Irgendwann nehmt Ihr es Euch doch endlich mal zur Hand und fragt Euch dann beim Lesen völlig entgeistert, warum zur Hölle Ihr das Buch nicht schon viel eher gelesen habt? Tja, Die Insel der besonderen Kinder ist so ein Buch und ich könnte mich pausenlos darüber ärgern, dass ich es viel zu lange auf dem SuB habe versauern lassen. Und wisst Ihr, was das Schlimmste ist? Ich habe so die Ahnung, dass das Buch kein Einzelfall ist... @[email protected]
Gelesen: Die Insel der besonderen Kinder von Ransom Riggs

Eckdaten

Titel: Die Insel der besonderen Kinder Autor: Ransom Riggs Originaltitel: Miss Peregrine's Home for Peculiar Children Format: Hardcover, 416 Seiten Verlag: PAN; 1. Auflage vom November 2011 ISBN: 978-3426283684 Euro (D): 16.99 bei Amazon

Cover und Aufmachung

Es ist kaum zu glauben, aber die Fotografien die das ganze Buch regelmäßig auflockern, auch die vom Cover, sind allesamt Originale. Und diese Fotos haben etwas ganz eigenartiges, gruseliges an sich. Verbunden mit der auf "alt" gemachten Gestaltung vermitteln sie ein Bild von den Geschehnissen im Buch. Eigentlich ist die Geschichte ja kein Horrorroman, aber mir ist beim Anschauen der Bilder schon manchmal ein kalter Schauer den Rücken runtergelaufen, das war richtig schöner, althergebrachter Grusel. Allein das geistergrüne Cover vermittelt da schon mal einen schönen Vorgeschmack auf das, was einen im Buch dann erwartet. Allein wegen der Aufmachung würde ich dem Buch fünf Sterne verpassen!

Inhalt

Die Insel. Die Kinder. Das Grauen. Bist Du bereit für dieses Abenteuer? Manche Großväter lesen ihren Enkeln Märchen vor – doch was Jacob von seinem hörte, war etwas ganz, ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der merkwürdige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben – und von den Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind. Inzwischen ist Jacob ein Teenager und glaubt nicht mehr an die wunderbaren Schauergeschichten. Bis zu jenem Tag, an dem sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt … (amazon.de)

Meine Meinung

Glaubst du an die Schauergeschichten, die dir deine Großeltern gerne erzählt haben, als du noch ein Kind warst? Oder fühlst du dich viel zu alt, um noch an so einen Quatsch zu glauben? Vielleicht solltest du demnächst nochmal darüber nachdenken, denn Jacob glaubt auch nicht daran, bis zu dem Tag, an dem sein Großvater unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, Jacob sich auf die Spuren seines Lebens begibt und dabei mehr herausfindet, als ihm vielleicht lieb ist.
Die Frage nach dem Genre zu beantworten, fällt mir hier sehr schwer. Eigentlich könnte man es als Fantasy bezeichnen, schließlich bekommen wir es mit außergewöhnlichen Kindern, gruseligen Viechern und übersinnlichen Fähigkeiten zu tun, aber es ist eben auch ganz schön gruselig, was da so vor sich geht, deshalb würde ich das Genre wohl als Fantasy-Grusel bezeichnen. Aufgelockert durch viele, nicht weniger gruselige Schnappschüsse, begleiten wir Jacob auf der Suche nach der wahren Vergangenheit seines Großvaters. Dass ihm dabei niemand so richtig helfen mag, weil sie ihn für verrückt halten, das hält ihn nicht davon ab, auf eigene Faust herauszufinden, was wirklich hinter der geheimnisvollen Insel mit den besonderen Kindern steckt.
Am Anfang quillt das Buch nur so vor Spannung über. Man fiebert auf jeder Seite mit, will endlich wissen, was es nun mit dem Geheimnis auf sich hat. Als Jacob dann aber herausfindet, was wirklich vor sich geht, fällt der Spannungsgrad leider etwas ab. Das soll nicht heißen, dass es langweilig wird, aber es ist eben bei weitem nicht so extrem fesselnd wie der Beginn. Es plätschert eher so langsam vor sich hin, bis dann am Ende die Ereignisse wieder Schlag auf Schlag folgen. Aber im Großen und Ganzen hängt man trotzdem die ganze Zeit in der Geschichte drin und muss einfach wissen, wie es weitergeht.
Mir haben die Details sehr gut gefallen und vor allem auch die Untermalung durch die alten, originalen Fotografien. So kann man sich die "Besonderheiten" der Kinder und manche Ereignisse einfach viel besser vorstellen und bekommt wesentlich mehr von dem subtilen Grusel ab, wie wenn man nur das Geschriebene lesen würde. Ich weiß nicht so recht, was diesen althergebrachten, klassischen Grusel erzeugt, denn als Horror würde ich die Geschichte mit Sicherheit nicht bezeichnen, aber es laufen einem immer mal wieder Schauer über den Rücken. Und wahrscheinlich machen es auch die Umgebung und die Details, die sich Ransom Riggs da ausgedacht hat. Wobei, ob das alles ausgedacht ist?
Jacob ist ein verschlossener, ruhiger Charakter, der aber mit Beharrlichkeit dem Geheimnis seines Großvaters auf den Grund gehen will. Dadurch er eher still und zurückhaltend ist, macht er auf mich einen sehr sympathischen Eindruck und wirkt zu keiner Zeit irgendwie nervig oder überheblich. Einzig die überraschende Reifung vom "Junge von nebenan" zum nervenstarken Helden fand ich ein wenig übertrieben. Es ist nicht so, dass das plötzlich passiert, aber es wirkt einfach ein wenig unrealistisch bzw. übertrieben.

Bewertung

Ein absolutes Highlight für mich. Die Geschichte ist spannend und gruselig schön, die Aufmachung des Buches ein Fest für die Augen. Ich würde es ohne Bedenken jedem Genre-Fan empfehlen!
5 Punkte
Gelesen: Die Insel der besonderen Kinder von Ransom Riggs


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