Gelassenheit, Gesundheit und mehr Lebensfreude durch Yoga

Von Walter Bracun @walterbracun

Yoga, eine uralte indische Philosophie

Yoga kommt aus der indischen Philosophie und ist bereits 8.000 Jahre alt. Ursprünglich durfte Yoga nur von Männern der oberen Gesellschaftsschicht praktiziert werden, die auf diesem Weg zur Erleuchtung gelangen wollten. Damals gab es gerade mal fünf Stilrichtungen. Heute sind es mehrere hundert. Und die Zahl der Asanas, der körperlichen Stellungen, wird sogar auf über 80.000 geschätzt. Doch keine Angst: So viele müssen Sie nicht lernen, um sich rundum fit und gesund zu fühlen. Die meisten Yogaanhänger - zumindest im Westen - beschränken sich auf ca. 30 Übungen.

Yoga ist ein Wort aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie „zusammenbinden, anspannen". Durch körperliche und geistige Übungen sollen Körper, Seele und Geist vereinigt werden und den Menschen auf eine höhere Bewusstseinsstufe bringen. Akrobatische Verrenkungen sind jedoch nicht unbedingt nötig. Es geht auch leichter. Denn in unserer Kultur besteht der Sinn und Zweck der Übungen eher darin, die Aufmerksamkeit zu schulen und durch konzentrierte, disziplinierte Praxis die eigene Mitte wiederzufinden, die die meisten Menschen in unserer hektischen Multitasking-Welt verloren haben.

Persönlichkeiten wie Vivekananda und Ramakrishna machten Yoga gegen Ende des 19. Jahrhunderts in der westlichen Welt bekannt. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts war der Siegeszug der Bewegung nicht mehr aufzuhalten. Vor allem das Hatha-Yoga verbreitete sich rasant. Dabei liegt der Schwerpunkt auf den Asanas, die durch gezielte Atemübungen und meditative Praxis ergänzt werden. Hatha bedeutet Ausdauer, Kraft oder auch Energie.

Seither erfreut sich Yoga wachsender Beliebtheit. Mehr als fünf Millionen Deutsche praktizieren mehr oder minder regelmäßig Sonnengruß, Heuschrecke und andere Stellungen. Kein Wunder. Denn Yoga kommt ohne Hilfsmittel aus und verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Die gesundheitsfördernden Auswirkungen sind inzwischen wissenschaftlich erwiesen, sodass Yogakurse sogar von den Krankenkassen bezuschusst werden. Yoga stärkt die Immunabwehr, senkt Blutdruck und Cholesterinspiegel und beugt so Herzkrankheiten vor. Knochenabbau und Bandscheibenverschleiß werden deutlich vermindert. Auch Rücken-, Nacken- und Schulterbeschwerden können durch Yoga gelindert werden. Regelmäßiges Training sorgt für mehr Beweglichkeit, kräftigt die Muskulatur, verbessert die Verdauung und trainiert das Gleichgewicht.

Mehr Gelassenheit, mehr Gesundheit, mehr Lebensfreude durch Yoga

Beim Yoga gilt: Wie außen, so innen. Nicht nur der Körper profitiert von den Übungen. Auch Seele und Geist reagieren positiv. Yoga sorgt für die innere Balance. Stress-Symptome, Unsicherheit, Ängste und Depressionen lassen nach. Sogar bei ADHS-Kindern hat sich Yoga als therapiebegleitende Maßnahme bewährt. Das ergab eine Studie der Universität Heidelberg. Denn Yoga fördert Aufmerksamkeit und Konzentration.
(Quelle: www.peaceyoga.de)

Was Forscher am meisten verblüfft ist, dass sich die positiven Auswirkungen des Sports schon nach kurzer Zeit bemerkbar machen. Lange konnten sich die Wissenschaftler nicht erklären, woran das liegt. Inzwischen haben sie herausgefunden, dass ein Neurotransmitter das körperliche und seelische Wohlbefinden auslöst. Durch Yoga steigt die Konzentration der Gamma-Aminobuttersäure, kurz GABA genannt. Sie wirkt beruhigend auf die Erregbarkeit der Hirnzellen. Je mehr GABA ausgeschüttet wird, umso gelassener reagiert der Mensch.

Doch damit nicht genug. Studien aus den USA machen deutlich, dass regelmäßiges Yoga auch die kognitive Leistungsfähigkeit verbessert. Logisches Denken, sprachliche Fähigkeiten und sogar die Kreativität lassen sich durch Yoga beträchtlich steigern.

Yoga eignet sich für fast alle Altersgruppen. Kinder, Schwangere, Senioren - für jeden ist etwas dabei. Trotzdem darf nicht verschwiegen werden, dass Yoga kein Allheilmittel ist und dass es auch Risiken birgt. Wenn die Übungen nicht korrekt ausgeführt werden, kann es zu Verletzungen kommen. Gerade deshalb sollten sich angehende Yogis von erfahrenen Männern und Frauen anleiten lassen. Doch die steigende Nachfrage nach Yoga-Kursen hat zur Folge, dass immer mehr Lehrerinnen und Lehrer ihre Dienste anbieten, die nur unzureichend oder schlimmstenfalls gar nicht ausgebildet sind. Deswegen sollten Sie sich ausreichend informieren. Eine seriöse Yoga-Ausbildung dauert etwa vier Jahre. Qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer gehören meist einem anerkannten Berufsverband wie dem BDY/EYU an. Sie werden Ihnen helfen, den für Sie passenden Yogastil zu finden und gemeinsam mit Ihnen Ihre Grenzen, aber auch Ihre Möglichkeiten auszuloten.

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