Gehört der Capuccino zu Deutschland?

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Wichtige Persönlichkeiten haben sich in dieser Frage in letzter Zeit schon zu Wort gemeldet, doch wirklich geklärt worden ist es noch nicht: Gehört der Capuccino nun zu Deutschland oder nicht? Kann man ihn zur deutschen Kultur rechnen oder ist er einfach nur ein Fremdkörper, der, aus dem arabischen Raum kommend, zwar geduldet wird, aber keinerlei Anstalten zeigt, sich wirklich zu integrieren. Es ist ein beinahe unerträglicher Zustand, in diesem Thema keine klare Definiton zu haben. Heute und hier soll das geklärt werden.

Wikipedia: “Capuccino ist ein italienisches Kaffeegetränk, das zu etwa gleichen Teilen aus einem Espresso, heißer Milch und heißem Milchschaum zubereitet wird. Er wird in der Regel in dickwandigen, vorgewärmten Tassen aus Steingut oder Porzellan serviert und gesüßt getrunken. In Italien nimmt man ihn fast ausschließlich zum Frühstück ein. In Deutschland wurde Cappuccino in den letzten Jahren zu einem der populärsten Kaffeegetränke. So trinken 15,8 % der Deutschen mindestens einmal pro Woche einen Cappuccino.”

Jeder fünfte Deutsche trinkt einmal pro Woche Capuccino, Herrschaften! Wer wollte jetzt noch daran zweifeln, dass der Capuccino zu Deutschland gehört? Allerdings behaupten die Gegner dieser These, dass die meisten Mitglieder dieser “jeder Fünfte”-Gruppe gar keine Deutschen sind. Also nicht richtig. Höchstens so wie Podolski oder Özil. Daran, dass die so oft Capucino trinken, könne man nun wirklich nicht ableiten, dass der Capuccino zu Deutschland gehört, folgern sie. Kaffee gehöre zwar zu Deutschland, Capuccino aber eben nicht.

Gerade an diesem Argument kann man sehen, wie weit hemmungslose Polemik inzwischen dazu geeignet ist, die so wichtige Debatte um die deutsche Leid-Kultur zu vergiften. Kaffee gehört nämlich klar nicht zu Deutschland! Die Faktenlage ist diesbezüglich völlig eindeutig! Zwar gab es auch vor dem Capuccino in Deutschland schon die beiden berühmten Kaffee-Sorten (“Tasse oder Kännchen?”), bei deren Zubereitung heisses Wasser über Kaffee-Mehl geschüttet wurde, dass sich in einem Trichter befand, ausgekleidet mit toilettenpapierartigem Material – doch hatte dieses Gebräu mit Kaffee nicht wirklich viel zu tun. Das würden sogar die Einwohner des untergegangenen Königreichs Kaffa bestätigen, das für die Bezeichnung “Kaffee” verantwortlich sein soll.

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Kaffee gehört natürlich ursprünglich nicht zu Deutschland! Als in Mekka 1511 das erste Kaffeehaus eröffnete, sprangen die Einwohner Düsseldorfs noch von Baum zu Baum. Bis tief ins 17. Jahrhundert war der Kaffee in Deutschland vollkommen unbekannt. Erst 1673 wurde in Bremen das erste Kaffeehaus eröffnet – von einem Holländer, bitte schön! Ob der das Material auch schon malträtierte und seinen Gästen eine ebensolche Plörre anbot wie es die Deutschen in den folgenden 300 Jahren tun sollten, ist nicht überliefert. Bis heute hält sich hartnäckig das Gerücht, dass allein die Deutschen die Kunstfertigkeit errungen haben, Muckefuck (von “Mocca faux”, franz. für falschen Kaffee) aus echten Kaffeebohnen herzustellen.

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Tasse oder Kännchen: In Deutschland hielt man das über Jahrhunderte für Kaffee.

Diese missliche Lage änderte sich erst mit der Einwanderung italienischer Gastarbeiter (entstanden durch die mittelhochdeutsche Lautverschiebung aus dem Terminus “Sklave”), die die österreichische Erfindung – dort war die Kultur schon weit vorher eingezogen – “Kapuziner” Ende des 20. Jahrhunderts endlich nach Deutschland brachten und die Teutonen so von ihrem unerträglichen Gebräu erlösten. Seitdem hielt mehr und mehr Kaffee-Kultur Einzug in deutschen Landen – bis zu dem Punkt, dass inzwischen nicht wenige Deutsche allen Ernstes behaupten, etwas von Kaffee zu verstehen.

Der Kaffee gehört nicht zu Deutschland, der Capuccino inzwischen sehr wohl. Quod erat demonstrandum! Bis zu einer endgültigen und offiziellen Klärung des Sachverhaltes durch die wechselnden deutschen Bundespräsidenten kann das als gesicherte Erkenntnis gelten.

*Weil es irgendwie in das Thema Migration passt: Spanier sollten diesen Lebenshilfe-Tipp keinesfalls verpassen. Lustig vielleicht, aber bittere Realität!
Arbeitsmigration: Kleiner Deutschland-Guide für Spanier!