Geheimniskrämerei beim Islamunterricht in NRW

Lesehinweis
Religionsunterricht an Schulen des weltanschaulich neutralen Staates bleibt immer angewiesen auf die Zustimmung entsprechender religiöser Stellen. Das sind herkömmlich die christlichen Kirchen, im Falle des IRU an Rhein und Ruhr ersetzt sie ein achtköpfiger Beirat im Schulministerium. Die eine Hälfte der Mitglieder bestimmen die großen islamischen Verbände, die andere Hälfte schlägt die Landesregierung vor. Den Vorsitz hat ein hauptamtlicher Funktionär der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB), die aus Ankara gesteuert wird. [...] Vor den Sommerferien entschied der Beirat über die religiöse Eignung oder etwaige "Eignungsmängel" von IRU-Lehrern. In dieser Befragung  (Inchasa) wird nicht das Wissen abgefragt, sondern nur der Lebenswandel geprüft. [...] Was aber genau abgefragt wurde, erfährt die Öffentlichkeit nicht. Auf Nachfrage lehnt es der Beiratsvorsitzende Mehmet Soyhun wiederholt ab, die allgemeine Verfahrensordnung für die Prüfungsgespräche zu veröffentlichen. Solche Öffentlichkeitsscheu erscheint umso erstaunlicher, weil die Kirchen ihre Richtlinien für die Lehrbeauftragung ( Missio canonica, Vocatio) selbstverständlich ins Netz stellen.
http://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2012-08/islamunterricht-schule-nordrhein-westfalen-probleme/seite-2

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