Gefährliche Vorbilder für junge Mädchen: Chrissy Teigen, Hana Nitsche und andere “Stars” in der Magerspirale

Dass Hollywood unbarmherzig ist, wenn es darum geht, seine Schauspieler und Schauspielerinnen die Gewichtsskala rauf und runter zu jagen, ist längst bekannt. Kaum ein andere Branche verlangt von den Menschen, die sich dort um die Jobs bemühen körperlich derart Ungesundes ab. Außer vielleicht die Modelwelt, wo es aber im Gegensatz zur Filmindustrie nur eine Richtung zu geben scheint: Nach unten, zum Skelett, zum magersüchtigen Wrack.

Das Internet und die Sucht nach Selbstdarstellung, der Wunsch es nicht den Fotografen zu überlassen, was die Fans von einem sehen, der Zwang überall präsent zu sein und vor allem das mangelnde Selbstbewusstsein vieler Schauspielerinnen und Models führt dazu, dass diese extrem empfindsam reagieren, sollten boshafte Stimmen ihnen Gewichtszunahme oder gar Dicksein unterstellen. Es ist erschreckend, wie diese jungen Frauen mit ihren Körpern umgehen, als ob sie sich selbst nur dann leiden könnten, wenn sie von den anonymen Stimmen aus dem Netz getätschelt werden. “Schau, wie dünn ich bin. So bin ich richtig, oder?” scheint die Deviese zu sein.

Es hat einen Beigeschmack, wenn Promimagazine wie die Joy, zuerst mal Artikel über Models wie Chrissy Teigen und Hana Nitsche bringen und dabei beklagen wie dünn diese geworden sind, andererseits aber auch jeden Spruch, den jemand über das “Dicksein” einer prominenten Person gemacht hat, groß auswalzen müsssen. Wenn für Schauspielerin gelten würde, dass sie umso mehr umjubelt werden, je besser sie ihren Job machen, je überzeugender sie in den Filmen wirken, wäre das Selbstbewusstsein dieser jungen Frauen vielleicht resistenter dem Gift aus dem Netz gegenüber. Doch so hungern sich diese talentierten Frauen ihre letzte Lebensfreude, ihre Kraft und Energie von den Knochen und zieren als Vorbilder die Titelseiten der Magazine.

Junge Mädchen kaufen diese Blätter, stellen sich dann vor den Spiegel und vergleichen die mit Photoshop zurecht vergrößerten Busen und Augen, die dürren Arme und Beine, die Delle, die einmal ein Bauch war mit ihrem eigenen Aussehen und verzweifeln. Wie sollen sie jemals so “schön” werden wie diese Titelbilder? Da gibt es nur eine Lösung: Hungern bis man umfällt, Abführmittel, Appetitzügler, Diätessen, wenn überhaupt …  Die Abnehmbranche darf sich freuen, der Magerwahn aus Amerika wird ihnen viel neues Geld in die Kasse spülen.

In dem Artikel über Chrissy Teigen ist unterhalb eine Fotostrecke mit Kommentaren zu verschiedenen Stars, die jetzt zu dünn erscheinen. Es ist wirklich erschreckend, wie der Magerwahn bei prominenten Frauen zugeschlagen hat. Darunter auch sehr bekannte Namen wie Kate Bosworth, Sarah Jessica Parker, Miranda Kerr und auch Männer wie der Schauspieler Chris Hemsworth sind davor nicht gefeit. Wobei Hemsworth es für eine Rolle und nicht aus Angst vor dem Gift aus dem Netz getan hat. Da viele der Bilder aus dem Jahr 2011 sind, lohnt sich das Nachschauen auf den Webseiten der Stars, ob diese inzwischen aus dem Knochental herausgefunden haben. Bei Miranda Kerr ist das wohl noch nicht der Fall, wie Hals und Handgelenke zeigen. Dass bei diesen Gliedmaßen ein voller Busen (der fast mehr Umfang zu haben scheint als die Hüfte) nicht natürlichen Urpsrungs sein kann, ist klar, somit ist die nächste Botschaft an die jungen weiblichen Fans dieser Stars: Wenn ihr erst so dünn seid, dass von eurer Oberweite nichts mehr übrig ist, stopft sie aus. Angesichts der Skandale mit den Implantaten eine nicht minder fragwürdige Botschaft wie der Magerwahn an sich.


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