Gefahrengebiet! Interview (Teil2) mit Sprecher der Kritischen Polizisten

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Sprecher der Kritischen Polizisten – Foto: © politropolis

Interview (Teil2) mit Thomas Wüppesahl, Sprecher der “Kritischen Polizisten. Er berichtet über die Vorgänge an der Davidwache, über eine strategisch geplante Manipulation der Öffentlichkeit. Er sagt, die Pressestelle der Polizei lieferte eine “Märchenstunde für die Mainstream-Medien”. Eine Propaganda, um die eigenen Fehler zu vertuschen, um sich selbst als “weisse Ritter” darzustellen. Die Polizei sei so selbst zum “Täter” geworden…


Am 4. Januar 2014 hat die Polizei Hamburg das bisher größte Gefahrengebiet in der Geschichte der Bundesrepublik errichtet. Innerhalb dieses Gefahrengebietes konnten Polizisten anlasslos und verdachtsunabhängig Personen anhalten und befragen, aber auch ihr Identität feststellen und mitgeführte Gegenstände kontrollieren.

Täglich hat es Aktionen und Demonstrationen gegeben, in welchen die Menschen sich dagegen wehrten. Wir unterhalten uns mit den “Kritischen Polizisten” über die Gefahrenzone. Die Kritischen Polizisten, ein Berufsverband von Polizisten in Deutschland wurden mit dem Gustav-Heinemann-Bürgerpreis für ihre Arbeit und Zivilcourage ausgezeichnet.


• Am 28.12.2013 hat es angeblich Attacken auf die Davidwache auf der Reeperbahn in Hamburg gegeben.
Können Sie etwas dazu sagen?

• Was sind die Gründe zur Implementierung der Gefahrenzone?

• Was genau war die Gefahrenzone?

• Was führte dazu, dass die Gefahrenzone wieder aufgehoben wurde?

• Wie wurden und werden nach Ihrer Meinung diese Themen -also die Demonstration vom 21.12.2013 und das Gefahrengebiet- in den Medien behandelt?

• Ist diese Problematik – Polizeigewalt und Demonstration – erst unter der SPD-Regierung entstanden?

• Was hoffen Sie für die Zukunft der Polizei in Hamburg? Was muss verändert werden?

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Interview und Video-Bearbeitung: Iraklis Panagiotopoulos und Dan Thy Nguyen. Herzlichen Dank an Herrn Wüppesahl für das Gespräch und sein Engagement.


Quellen – weiterführende Links

Foto: © politropolis / Dan Thy

(1) Ganz anders als die offiziellen Statements der Polizei hier die selbstkritische Stellungnahme der “Bundesarbeitsgemeinschaft Kritischer Polizistinnen und Polizisten (Hamburger Signal) e.V.” zu den Protesten und Polizeieinsätzen um die “Rote Flora”: <hier lesen (PDF)>

(2) Das ist die Verlautbarung der Polizei Hamburg vom 13.01.2014 zur entgültigen Aufhebung der “Gefahrengebiete”: Die Hamburger Polizei wird ihre Präsenzmaßnahmen in den ehemaligen Gefahrengebieten in angemessener Form fortsetzen.”
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