Gatterlaufzeit einer politischen Denkschrift

Frank Schirrmacher wird heute im Netz gefeiert. Für seinen Hintergrundartikel "Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat" (Link).

Das ist ein Zitat. So weit, so korrekt. Da es in der Überschrift steht, könnte man es für ein Selbstzitat halten. Aber es geht um einen nachdenklichen Artikel, den ein gewisser Charles Moore, Kolumnist im Daily Telegraph und künftiger Autor der Biografie von Margret Thatcher, vor einigen Wochen veröffentlicht hat. In diesem geht es um viele bürgerliche, konservative Glaubenssätze, die vom real existierenden Kapitalismus inzwischen entweder missbraucht oder widerlegt worden sind.

Ich habe von diesem Artikel zuerst über Christian Soeders Blog erfahren (Link). Christian verweist dort auf seinen Fund im schweizerischen Tagesanzeiger, der dort am 08. August erschienen ist (Link).

Der Artikel nimmt über den Blog und Twitter seinen Weg durchs Netz. Und heute greift Schirrmacher das Thema auf. Was mir auffällt: Er nimmt keinen Bezug zum Artikel im Tagesanzeiger, sondern direkt auf dessen Quelle, Charles Moore. Wäre es nicht fair gewesen, einen kleinen Hinweis zu geben?

Schirrmacher wendet Moores Thesen auf die deutsche Politik, genauer: Regierungsmitglieder an. Mit deftigen und zutreffenden Worten. Alles gut. Alles überraschend. Schirrmacher, oder die FAZ? sind inzwischen anscheinend auch fertig mit Merkel und Co. Gut zu wissen. Willkommen im Club.

Von hier aus können alle Demokraten, vor allem die am meisten gebeutelten Angehörigen der Mittelschicht, mal gemeinsam überlegen, wie es jetzt weiter gehen soll.

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