[Gastrezension|Marco] Death Cache:Tödliche Koordinaten von Danise Juno

x Autorin: Danise Juno
x Originaltitel: Death Cache: Tödliche Koordinaten
x Genre: Thriller
x Erscheinungsdatum: 23. Mai 2016
x bei Acabus
x 300 Seiten
x ISBN: 3862824160
x zur Leseprobe: * klick*
x Erste Sätze: Das ehemalige Schlosscafé im Wald oberhalb der Stadt Remagen beherbergte an diesem
Samstagnachmittag einen einsamen Gast. Er saß auf einem Kissen welker Blätter, den Rücken an die
Ziegelmauer gelehnt, die Augen geschlossen. Bei gestrecktem Nacken ruhte das Kinn auf der Brust. Eine
Windböe zupfte an seiner Trekkingkleidung, ließ eine Hand voll Laub in einem kleinen Wirbel tanzen
und umwob die Ruine wie ein feines Gespinst aus flüsternden Stimmen der Vergangenheit.

Ein Mann liegt tot im Wald. Enthauptet. In unmittelbarer Nähe eine als Geocache getarnte Falle. In der Geocaching-Szene scheint ein erbitterter Kampf um die Toplist der besten Cacher ausgebrochen zu sein. Angeführt von einem Spieler namens Sammaél, den niemand persönlich kennt. Als Michael Tonelli sich an dessen Spuren heftet und versucht Sammaéls wahre Identität zu lüften, gerät er ins Visier eines Killers.
Schon bald muss Michael erkennen, dass er von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird. Geocaching wird mehr und mehr zum Trend, doch ist diese GPS-Schatzsuche wirklich so ungefährlich oder überdeckt der Nervenkitzel einfach jegliche Gefahr?
Ein Thriller, der die Sicherheitslücken des Geocaching beleuchtet und sich mit den Gefahren auseinandersetzt, die GPS-Verfolgung mit sich bringt - nicht nur für Kenner der Geocaching-Szene!

Nachdem ich von der Veröffentlichung des Buches erfuhr, wuchs sofort die Vorfreude in mir. Als begeisterter und langjähriger Geocacher war ich schon sehr gespannt, was mir „Death Cache" bieten würde.

„... nicht nur für Kenner der Geocaching Szene!" - damit verspricht der Klappentext nicht zu viel. Man muss kein Insider sein, um diesen Thriller genießen zu können, denn wo es nötig ist, werden Fachbegriffe und die unter Geocachern üblichen Abkürzungen verständlich erklärt. Auch auf die Funktionsweise der GPS-Geräte wird kurz eingegangen - so werden auch sogenannte „Muggels" (Nicht-Cacher) schnell mit der Materie Geocaching vertraut und können sich aufs Wesentliche konzentrieren: einen bis zur letzten Seite gut geschriebenen Thriller.

„Death Cache: Tödliche Koordinaten" gliedert sich, neben dem Prolog und Epilog, in 37 Kapitel. Ich bin zwar kein Profi, was Satzbau etc. angeht, aber für mich - und ich bin kein Vielleser - ließ sich der Text problemlos und flüssig lesen.

Schon nach den ersten Seiten fällt auf, dass sich die Autorin intensiv mit dem Thema Geocaching beschäftigt hat. Sie schafft es außerdem, eine gute Balance zu finden und nicht so sehr ins Detail zu gehen, dass sich Nichtkenner ausgeschlossen fühlen, Kenner jedoch nicht den Eindruck haben, dass das Thema nur oberflächlich angeschnitten wird.

Angefangen mit einer kurzen Aufwärmphase legt die Geschichte mit jeder gelesenen Seite an Spannung zu. Immer wieder wird zwischen den Sichtweisen verschiedener Personen gewechselt. Dadurch entsteht schnell eine gesunde Dynamik, die einen geradezu zum Weiterlesen zwingt. Aufgelockert durch einige Rückblenden in die Vergangenheit spitzt
sich die Handlung immer mehr - und vor allem im letzten Drittel - zu.

Ein Großteil der Story spielt rund um die geschichtsträchtige Ludendorff-Brücke zwischen Remagen und Erpel. Eine bunt gemischte Gruppe aus Anhängern der Geocaching-Szene geht ihrem Hobby nach. Für manche geht es um die Spitze der Topliste, doch immer ist Spitzenreiter Sammaèl, den niemand kennt, allen einen Schritt voraus. Zusätzlich taucht ein Unbekannter auf und macht Jagd auf Michael und seine Freunde. Ist es Sammaèl? Was hat der unbekannte Killer vor? Als Leser fliegt man förmlich durchs Buch und findet am Ende eine Überraschung.

Dieser Thriller hat mir ausgesprochen gut gefallen. Beim Lesen war ich absolut gefesselt und nicht nur einmal kam mir der Gedanke: „Was würde ich jetzt machen?". Eine wirklich spannende Story inmitten der eingeschworenen Geocaching-Gemeinde, bis ins Detail stimmige Handlungsorte und ein geheimnisvolles Phantom. Ich hatte mir viel versprochen und wurde nicht enttäuscht.

„Death Cache - Tödliche Koordinaten" ist definitiv nicht nur für Geocacher interessant. Jeder der einen handfesten Thriller sucht, wird mit diesem Buch fündig.

Ein gnadenloser Wettlauf an die Spitze der Toplist? Seltsame Hinweise und knifflige Rätsel? FTF und Travel Bug? Danise Juno entführt den Leser in die geheimnisvolle Welt der Geocacher. Absolut lesenswert!

[Gastrezension|Marco] Death Cache:Tödliche Koordinaten von Danise JunoÜber die Autorin (lt. Klappentext):

Danise Juno wurde 1974 in Bonn geboren. In Meckenheim hat sie auch ihre Kindheit und Jugend verbracht. 1990 absolvierte sie eine Ausbildung zur Glasveredlerin und legte ihr Fachabitur für Gestaltung und Design ab. 1994 ließ sie sich zur Technischen Zeichnerin ausbilden und legte schließlich 1998 erfolgreich die Ausbildereignungsprüfung ab. Sie arbeitete viele Jahre in der IT eines internationalen Großkonzerns als CAD-Anwenderbetreuerin, verfasste in diesem Zuge diverse Schulungsunterlagen und Bedienungsanleitungen auf Deutsch und Englisch und führte Mitarbeiterschulungen durch. Heute lebt sie mit ihrer Familie und einem Hund im Münsterland. Sie widmet sich intensiv der Tätigkeit als Autorin. 2013 nahm sie an dem Seminar „Nervenkitzel - Schreiben Sie einen verdammt spannenden Roman" in der Bastei Lübbe Academy, unter der Leitung von Andreas Eschbach, teil. 2009 gewann sie eine Veröffentlichung ihrer Kurzgeschichte „Der Partylöwe".

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