future faded into past

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Sowohl Angst als auch Vorfreude verspüre ich. Beides vor der Zukunft. Nur noch ein Jahr, dann ist alles vorbei. Letzten Samstag wurden die diesjährigen Abiturienten beim Abiball verabschiedet. Jetzt sind wir dran. Jetzt bin ich dran. Doch will ich das? Zum einem ja! Ich freue mich riesig auf mein geplantes Auslandsjahr, das alleine wohnen und das Studium. Alles neue Herausforderungen welche ich gerne annehme und so gut wie möglich meistern möchte. Doch auf der anderen Seite machen mir genau diese Dinge Angst. Die Unsicherheit, dass der Notendurchschnitt am Ende nicht gut genug für den Studienplatz ist und man am Ende in einem Fach endet, welches man doch nicht wirklich wollte und sein Leben lang etwas macht was nur Plan D war. Schuld dara die Faulheit während der Oberstufe. Zwar betonen doch immer alle dass die Noten einen Menschen nicht ausmachen, doch trotzdem machen wir uns alle abhängig davon. Auch ich weine mal wenn es dann eine 4 ist. Traurigerweise bin ich damit nicht alleine. Ich sehe immer mehr Menschen meiner Stufe an diesem Druck kaputt gehen. Ich, die anderen und auch teilweise die Lehrer sehen den wunderbaren Menschen dahinter, doch trotzdem orientieren wir uns alle an den Noten und egal wie oft man sagt es ist egal, die Noten machen einen nicht aus, bleibt der bittere Nachgeschmack eventuell ein Leben lang. Ich rege mich keineswegs über die Schule selbst auf, versteht mich bitte nicht falsch, ich gehe gerne zur Schule und mag den Unterricht auch sehr. Doch es stört mich stark dass viele Individuen in Käfige gezwängt werden, welche nicht zu einem passen. Man kann nicht zu einem Löwen, einem Affen und einem Fisch sagen dass sie den Baum hochklettern sollen und dies macht dann die Klugheit oder das Können aus.

Gefördert wird viel, genutzt wird nach dem Abschluss noch wenig. [...]

Genauso wie der Spruch: Wir lernen nicht für die Schule sondern fürs Leben

Integralrechnung wird auch so oft gebraucht.

Es gibt viel was mich an den Schulsystemen stört und da bin ich bei weitem auch nicht die einzige.

Und wenn selbst Lehrer das Schulsystem wirklich scheiße finden, warum kann die Politik sich denn nicht mal darum kümmern? Vermutlich haben sie ebenso Angst vor Veränderungen, so wie ich Angst davor habe die Schule nicht so zu ende zu bringen, mit einem Schnitt der meinen Anforderungen gerecht wird, aber eben nicht meiner Persönlichkeit. Also lernen wir, nicht weil es uns Spaß macht, sondern weil wir zu viel Angst vor den Konsequenzen haben.

Diesen Text habe ich gerade durch Zufall auf meinem Laptop gefunden. Allein schon vom Inhalt her merke ich, dass dieser Text mindestens ein Jahr alt sein und da sich vor allem in diesem einem Jahr viel verändert hat, möchte ich jetzt auch noch kurz meinen Senf dazu geben.

Die Vorfreude war völlig unbegründet, denn bisher hat sich mein Leben doch nicht so sehr verändert wie ich vermutet hatte. Das Auslandsjahr habe ich aus privaten Gründen sein gelassen, dafür werde ich ab Oktober in Mainz studieren und auch bald dort hinziehen. Ich werde alleine wohnen, in meiner eigenen kleinen Wohnung. Für mich selbst sorgen müssen und auch zahlen müssen. Meine Angst davor nicht den richtigen Weg zu gehen hat sich nicht ganz verflüchtigt, ist jedoch kleiner geworden. Es pendelt sich alles langsam ein. Es ist nicht dass was ich geplant habe, doch es fühlt sich verdammt richtig an. Es ist nicht Medizin geworden, dafür war ich tatsächlich zu "schlecht", doch trotzdem stehe ich nicht ohne da, wie ich befürchtet habe. Ironischerweise wurde ich sogar für das Fach Mathe angenommen, welches ich nur aus Spaß wählte und dementsprechend auch nicht belegen werde. Doch es zeigt alles ist möglich, auch wenn man nur eine vier in Mathe hat und das die Uni weiß.

Meine Meinung zur Schule hat sich nicht verändert, sondern dank des Ethik Unterrichts sogar verstärkt (Welch Ironie, dass ich das ausgerechnet im Unterricht gelernt habe?), aber auch neutralisiert. Vieles was wir in der Schule lernen ist unnötig, doch genauso viel ist auch wichtig für das Leben danach, das eigentliche Leben. Egal ob es die drei Fremdsprachen sind oder die vielen Freundschaften, manche Sachen könnten bzw hätten wir ohne die Schule doch gar nicht. Nichts desto trotz werden in der Schule aus Menschen Maschinen gemacht- wenn man dem Film Alphabet glauben schenken darf (und das tue ich). In der heutigen Zeit sollte das Bildungssystem einfach nicht mehr auf dem eines aus den Kriegszeitenstammenden System beruhen. Trotzdem kann ich nicht sagen, dass diese Zeit eine schlechte Zeit war. Vor allem die letzten zwei Jahren waren eine Achterbahn der Gefühle doch beim zurück Blicken sehe ich nur die positiven Dinge, die vielen Lacher, Parties und zum Abschluss die Abifeier und der Abiball. Mir ist bewusst, dass wir fast alle auseinander gehen werden, da wir uns nicht mehr fünf Mal (manchmal auch weniger;-)) die Woche sehen, doch dabei werde ich nicht traurig, denn ich weiß dass wir uns alle bestimmt nochmal sehen werden. Irgendwann.

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Die Bilder haben Julie und ich übrigens vergangene Woche gemacht und da es bei uns mittlerweile doch schon recht kühl ist, durfte diesmal mein neuer Poncho mit. Etwas ganz neues, da ich sonst eher der Jacken Mensch bin, doch so weit so gut. Die Schuhe sind übrigens trotz ihrer Höhe mega bequem und obwohl es so kalt war und ich dick eingepackt war, froren meine Füße nicht. Komisch :D

PS: Meine Haare sind etwas zersaut dank Nieselregen -.-


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