Für Tata Mandela

Ein Gastbeitrag von der besten Ehefrau von allen, der des kinderdoks:
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Für Tata Mandela“Heute wird er betrauert, der Held aus meinen Kindertagen. Ein großer Mann unserer Zeit ist gegangen.

Erstaunlich ist, dass kaum jemand den wahren Grund seiner Freilassung von Robben Island kennt. Warum letztendlich seine Knechtschaft endete. Warum der Druck auf die Regierung so groß war, dass sie gar nicht mehr anders konnten, als diesem Mann endlich seine Freiheit zurückzugeben!

Damals wurde Südafrika jährlich von einer – letztendlich nicht mehr habhaft werdenden – Papierflut überrollt. Soviel auch zerschnitten (es gab noch keine Schredder) und verbrannt wurde (es wurden eigens Heizkraftwerke gebaut, allerdings wusste man mit der zusätzlichen Wärme nicht wohin), wuchsen die Papierberge unaufhaltsam weiter. Es erfüllt mich noch immer mit Stolz sagen zu können, dass auch ich einen kleinen Teil zu dieser – seiner – Freilassung beigetragen habe!

Wie das, fragt ihr?

Mit der Macht des Volkes!
Mit der Macht des Proletariats, des kleinen Mannes: des Einzelnen, wenn ihr so wollt.
„Freiheit für Nelson Mandela!“ stand auf den jährlich zu verschickenden Protestkarten und ich schrieb sie: zu Hause, in der Schule, auf der Arbeitsstelle … immer … immer (!), wenn der Aufruf kam … Und ja, ich wollte sie: diese Freiheit. Wollte, dass die Ungerechtigkeit dieses Wegsperrens nicht vergessen wird. Glaubte daran, etwas bewirken zu können.
„Freiheit für Nelson Mandela!“

Ob je eine Karte angekommen ist, im dunklen Süden Afrikas?”