"Für alle Tage, die noch kommen" von Teresa Driscoll

Knaur-Verlag

367 Seiten
ISBN 9783426653715
Knaur-Verlag
Preis: 16,99€
gebundene Ausgabe
erschienen 09/2015
Melissa war gerade 8 Jahre alt, als ihre Mutter Eleanor starb. Sie konnten sich einmal voneinander verabschieden, weil es trotz eines langwierigen Tumorleidens dann doch plötzlich ganz schnell ging. Jetzt, 17 Jahre später, erhält Melissa ein Buch vom damaligen Anwalt ihrer Mutter. Er sollte es erst zu ihrem 25. Geburtstag aushändigen und nun hält sie es in den Händen.
Schon beim Anblick der Handschrift wird ihr ganz anders. Was hat es mit diesem Buch auf sich? Rezepte fürs Leben sollen es sein. Ausgerechnet jetzt, wo ihr Freund Sam ihr einen Heiratsantrag gemacht hat, könnte sie solche Rezepte ja vielleicht gebrauchen.
Meine Meinung
Schon die Idee solch eines Buches für die Tochter hat mir gut gefallen. Es ist etwas so persönliches, etwas ganz besonderes. Und hier sind nicht nur Kochrezepte zu entdecken, sondern auch Begebenheiten, die Mutter und Tochter noch stärker miteinander verbinden.
Es hört sich sehr emotional an, und an einigen Stellen ist das auch so gewesen. Allerdings hatte ich mit noch mehr Gefühl gerechnet. Aber beim Lesen fehlte mir die Nähe, der Tiefgang, es war mir einfach zu distanziert und zu oberflächlich.
Vielleicht liegt das auch an den Protagonisten, denn leider ist Melissa mir nicht sonderlich sympathisch erschienen. Sie wirkt sehr unsicher, fast schon ängstlich und ständig unentschlossen. Das hat sie evtl. von ihrem Vater, der so ähnlich auftritt. Tut mir Leid, aber das hat irgendwann einfach nur noch genervt.
Der unkomplizierte Schreibstil hingegen hat mir gut gefallen, das Buch ist locker und leicht zu lesen. Im Wechsel handelt es mal in der Vergangenheit und mal in der Gegenwart und die Rezepte sind zum Nachkochen oder Backen geeignet.
Unterm Strich
Alles in allem ist es ganz nett für zwischendurch, aber wirklich berühren und in seinen Bann ziehen konnte es nicht.
Die Autorin

Teresa Driscoll arbeitete 15 Jahre als Moderatorin für die BBC, außerdem als Journalistin und Kolumnistin für verschiedene Zeitungen. Ihre Kurzgeschichten erschienen in verschiedenen Zeitschriften, unter anderem der "Women's Weekly". "Für alle Tage, die noch kommen" ist ihr Debütroman.
Quelle: Knaur- Autorenseite
Vielen Dank an Vorablesen und den Knaur-Verlag für dieses Leseexemplar.

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