Fuerte de Fuentes am Comer See

Fuerte de Fuentes am Comer SeeFährt man von Colico kommend auf der Via Nazionale am Bahnhof vorbei nach Norden, und biegt bei der ersten sich bietenden Möglichkeit links ab, so befindet man sich auf der Via al Fuerte de Fuentes, die zu der Festung gleichen Namens führt. Die Grundmauern des auf einer riesigen Lichtung liegenden Forts sind 300 m lang, 125 m breit und U-förmig angelegt. Es befindet sich an einem strategisch wichtigen Punkt, von dem aus das Valchiavenna, das Valtellina und der gesamte obere Comer See  kontrolliert werden konnte. Im Jahre 1603 während der spanischen Besatzung wurde die Anlage vom Gouverneur Pedro Enriquez de Acevedo Herzog von Fuentes erbaut. Die Festung war eine kleine Stadt für sich und konnte sich selbst versorgen. Neben den Unterkünften für die Soldaten und dem Gouverneur-Palast, gab es eine Kirche, ein Hospital, eine Mühle, eine Bäckerei, Wassertanks, außerdem unterirdische Magazine und Vorratsräume. Noch heute ist gut zu erkennen, wo sich die einzelnen Gebäude befunden haben. Vor der Ruine des ehemaligen Gouverneur-Palastes steht eine alte Eiche. Wer sich hier ausruht und seiner Phantasie einmal freien Lauf lässt, dem kommt es vor als hörte er Kommandos über den Platz schallen und das Hufgetrappel der Pferde. Der sieht vor seinem inneren Auge exerzierende Soldaten und emsiges, mittelalterliches Treiben in diesen Ruinen. Geht man eine kleine Anhöhe hinauf, erreicht man den Platz, von dem aus Feinde erspäht wurden, die sich von der Seeseite her näherten. Von hier aus bietet sich dem Betrachter heute ein wundervolles, friedliches Panorama. Man blickt auf das Naturschutzgebiet Pian di Spagna, in dem viele seltene und vom Aussterben bedrohte Tierarten zu Hause sind. Man sieht, wie das hellgrün scheinende Wasser der Adda in das dunklere Grünblau des Comer Sees fließt und der Blick schweift über beide Ufer des Sees bis zur Halbinsel von Piona. Das Fuerte de Fuentes ist ein verwunschener Ort, der wohl jeden Besucher zum Nachdenken über Krieg und Frieden und die Vergänglichkeit veranlasst.


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