Frontal 21 vom 14.06.2011 – Rätsel um EHEC Woher kommt der Giftkeim?

Liebe Leser,

am 14.06.2011 kam Frontal 21 im ZDF. Diese Sendung hatte gleich mehrere interessante Themen, auf die ich hier einzeln vorstelle.

Der zweite Bericht beschäftigt sich mit der Frage, woher dieser Erreger kommt. Es hängt mit der Massentierhaltung zusammen und damit ist letztendlich der Mensch verantwortlich. Damit die Kühe 10.000 Liter Milch pro Jahr produzieren können, muss Kraftfutter verabreicht werden. Bio-Kühe bekommen kein Kraftfutter und haben im Schnitt 20.000 Koli-Bakterien. Eine Kuh mit Kraftfutter kommt auf 2.300.000 Bakterien. Das sind 200 mal so viele Bakterien.

Dabei ist es gar nicht notwendig, dass so viel Milch produziert wird. Mehr als 50 % der vorhandenen Milch wird pro Jahr exportiert. Somit wäre es mehr als ausreichend, wenn die Kühe auf den normalen Level von Bio-Kühen von 6.000 Liter pro Jahr eingestellt werden.

Sehr interessant ist auch das Interview mit dem Tierarzt Christophe Notz vom Schweizer Forschungsinstitut für biologischen Landbau.

„Die konventionelle Landwirtschaft hält Hochleistungskühe, die Massen an Kraftfutter bekommen. Dadurch entstehen Millionen von EHEC-Keimen in den Mägen der Rinder, deutlich mehr, als wenn sie mit Heu und Stroh gefüttert werden, haben Wissenschaftler festgestellt.

Das Risiko von EHEC-Infektionen nimmt damit erheblich zu. Kraftfutter wird immer mehr in der Landwirtschaft eingesetzt. Für den Tierarzt Christophe Notz ist die „EHEC-Epidemie mit menschengemacht“. Im Frontal21-Interview appelliert der Wissenschaftler vom Schweizer Forschungsinstitut für biologischen Landbau an die Produzenten, aber auch an die Konsumenten, doch „ein bisschen Maß zu halten.“ Auch im Interesse der Volksgesundheit wäre es Notz zufolge angesagt, „dass wir ein wenig weniger intensiv unsere Landwirtschaft betreiben würden.“

In der industriellen Tierhaltung gehe es nicht ohne Kraftfutter, der wirtschaftliche Druck sei viel zu groß, meint Landwirt Jürgen Meenken vom Milchhof Langenstein in Sachsen-Anhalt. Seine sogenannten Hochleistungskühe produzieren über 10.000 Liter Milch im Jahr. Eine solche Menge sei nur mit Kraftfutter zu erreichen.“

Liebe Grüße,

Dirk



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