Friedrich Georg Jünger – Gedicht

Im Grase

Wer sich ins Gras legt,
Wer lang liegt, für den ist
Zeit und Mühn nichts.
Wer liegt, der vergißt.

Was sich um ihn bewegt,
Wenn er liegt,
Bewegt ihn sanft mit.
Er wird gewiegt.

Ihn verläßt, ihn flieht
Zahl und Zeit.
Er entrinnt, ihm verrinnt
Lust und Leid.

Weise wird er, still
Wie das Gras, das grüne Moos.
Er bettet sich tief
In der Himmlischen Schoß.

Der Wind kommt und geht.
Die Wolke zieht.
Der Falter schwebt. Der Bach
Murmelt sein Lied.

Halm und Laub
Zittern und flüstern leis.
Wasser und Wind
Gehen im Kreis.

Was kommt, geht. Was geht, kommt
In der Wiederkehr Gang.
In der Himmlischen Bahn
Wird die Welt Tanz, wird Gesang.



wallpaper-1019588
Die richtige Matratze für erholsamen Schlaf
wallpaper-1019588
Istanbul-Guide für digitale Nomaden: Die besten Viertel, Cafés und Coworking-Spaces
wallpaper-1019588
Warum sieht Grönland auf der Weltkarte so groß aus?
wallpaper-1019588
Druidensteig im Westerwald: Vom Kloster bis tief unter Tage
wallpaper-1019588
Wie gesund sind Fleischersatzprodukte wirklich?