Freud und seine Bedeutung für die Malerei

Sabine Haag/Jasper Sharp (Hrsg.) “Lucian Freud”, 264 Seiten, 39,95 €, Prestel, ISBN: 978-3791353326;

 

Er ist einer der größten Künstler der Gegenwart und leider zu früh gestorben. Lucian Freud, Jahrgang 1922 und vor zwei Jahren im Alter von 89 gestorben, schuf in seiner sieben Jahrzehnte andauernden Schaffenszeit viele bekannte Werke. Die von ihm selber autorisierte Ausstellung im Wiener Kunsthistorischen Museum und dieser Katalog dazu sind Freuds Vermächtnis.

 Des Malers Herkunft war Fluch und Segen zugleich. Der in Berlin geborene Enkel Siegmund Freuds musste 1933 emigrieren. In London (woe er vor zwei Jahren auch starb) fand der bedeutende Porträtmaler seine Heimat.

Bekannt machte Freud die Gnadenlosigkeit seiner Porträts. Nackte Menschen mit jeder Speckfalte, kein bisschen geschönt. Er spielte mit Hauttönen im Versuch, möglich realistisch rüberzukommen. „Freud ist ein Maler, der an der figurativen Malerei festgehalten hat, unabhängig von internationalen Tendenzen“, so Haag. „Für ihn war jedes Bild ein Porträt. Unabhängig davon, ob er einen Menschen, ein Tier oder ein Stillleben zeichnete“, sagte die Generaldirektorin der KHM Sabine Haag bei der Eröffnung der Ausstellung.

Bis zum 6. Januar werden 43 der wichtigsten Werke des Briten in Wien gezeigt. Zu sehen sind auch im Katalog Bilder, die Freunds Entwicklung zeigen, vom Selbstporträt als noch junger Mann  bis zu seinem letzten Werk (“Portrait of the Hound”), das unvollendet auf der Staffelei stand, als Freud starb. Viele der Bilder in dieser Werkschau stammen aus Privatbesitz des US-Schauspielers Steve Martin etwa oder eines anonymen Sammlers, der 2008 für «Benefits Supervisor Sleeping» umgerechnet 21 Millionen Euro gezahlt hatte.

Anhandlungen über den Künstler und dessen Bedeutung ergänzen den hervorragend  editierten Katalog.

Bewretung: *****


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