Freiheit für Ägypten

Man kann es in sämtlichen Medien verfolgen: das ägyptische Volk kämpft um seine Freiheit.
Ein Kampf, der sich absolut lohnt und den am selben Schauplatz vor rund 3300 Jahren schon einmal ein Volk geführt hat. Damals das israelitische.
Überraschenderweise taucht aber in der gesamten Thora (1.-5. Buch Mose), dem Buch, das von den damaligen Ereignissen berichtet, der Begriff חפשׁה (Freiheit) nur ein einziges Mal auf (3. Mose 19,20) und da hat er noch nicht einmal mit dem Exodus zu tun.
Dieser Umstand deutet auf zwei Dinge hin:
Erstens. Der so genannten Befreiungstheologie, jener Theorie, die besagt, dass religiöse Erlösung in erster Linie politische Befreiung bedeutet, fehlt eine solide biblische Grundlage.
Zweitens. Freiheit muss mehr sein als das Ende einer Diktatur. Die eher welkenden Landschaften in Deutschlands wildem Osten zeugen davon.
Gerade dort scheinen viele Leute schon die Erfahrung gemacht zu haben, dass Demokratie nicht automatisch auch Freiheit bedeutet, sondern stattdessen oftmals Hartz IV.
Aber wo ist Freiheit dann zu finden, wenn nicht in der Demokratie? Das Neue Testament lokalisiert sie folgendermaßen:
"Wo aber der Geist des Herrn ist, ist Freiheit." (2. Korintherbrief 3,17)
Bleibt also, den Ägyptern viel himmlischen Beistand bei ihrem Ringen um Freiheit zu wünschen.
Und uns auch.
Maranatha.

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