Frau Sabienes fragt: Was sind eigentlich Mizellen?

Frau Sabienes sagt

mizellenMizellen? Was soll denn das sein?

Mir ist aufgefallen, dass man manchmal mit Begriffen um sich schmeißt, ohne ganz genau zu wissen, worum es sich dabei handelt.
Gerade in der Kosmetikbranche werden ständig neue Wirkstoffe entwickelt und mit wohlklingenden Bezeichnungen als Wundermittel ausgelobt. Und manchmal IMMER sollte man sich fragen, was eigentlich hinter diesen Inhaltsstoffen steckt und ob das Zeug, das man sich gegen Falten und für straffe Haut ins Gesicht schmiert, wirklich unbedenklich ist.
Bei meinem Artikel über die Sothys Box entdeckte ich, dass ich schon sehr oft von Mizellen oder Mizellenwasser gehört habe, aber gar nicht weiß, was das ist.
Und nun habe ich recherchiert und erzähle euch, was ich dabei herausgefunden habe.

Was sind Mizellen?

Unter Mizellen (lat. mica = Klümpchen) versteht man Moleküle, die eine wasserlösliche Oberfläche und einen fettlöslichen Kern besitzen.  Im Prinzip gehören sie ganz unspektakulär zu der Gruppe der Tenside (also Seife) und werden zum Beispiel auch in Waschpulver verwendet. 

Was machen Mizellen mit meiner Haut?

Mizellenwasser etablierte sich innerhalb kürzester Zeit als das Wundermittel für die Hautreinigung. Denn durch die besondere Molekularstruktur können Mizellen Schmutz und Make-up entfernen, ohne die Haut auszutrocknen. Sogar vor wasserfestem Mascara machen diese mikroskopisch kleinen Klümpchen nicht halt. Mizellenwasser fungieren als Reinigungsmilch, Gesichtswasser und Augen-Make-up Entferner in einem, hinterlassen dabei einen strahlenden Teint.

Sind Mizellen unbedenklich?

mizelle Mizellen sind eine Entwicklung aus der Nanotechnologie und somit nach meiner Überzeugung erst mal mit Vorsicht zu beachten. Wie ich bereits in diesem Artikel geschrieben habe, verunreinigen Nanopartikel unsere Weltmeere, allerdings gilt dies nach meinem Wissen für andere Substanzen aus dem Nano-Bereich.
Dennoch wollte ich bei meinen Webrecherchen möglichst offen bleiben und nicht von vorneherein die Fahne der Bio-Kosmetik schwenken. Doch leider fand ich außer ein paar sehr fachspezifischen Abhandlungen hauptsächlich himmelhochjauchzende Testberichte zu Mizellenwässerchen der einzelnen Hersteller (das nenne ich mal ein gelungenes Marketing!)
Und weder auf der Seite von BUND, noch Utopia oder Ökotest konnte ich Warnungen über eine Umweltgefährdung oder gar Gefahr für den Menschen durch Mizellen erlesen. Und tatsächlich fallen sie nicht unter die seit dem 11. Juli bestehende Kennzeichnungspflicht für Nanoprodukte.
Die von mir gelesenen Testberichte auf den verschiedenen Blogs enthielten keine Beobachtungen zu Hautreizungen oder gar allergischen Reaktionen. Das ist ja schon mal sehr positiv.

Meine Meinung

Nachdem ich mich mit den Nanopartikeln in der Kosmetik befasst habe, bin ich gegenüber neumodischen Zusatzstoffen sehr skeptisch geworden, besonders wenn sie sich mit spacigen Bezeichnungen aus der Raumfahrt schmücken.
Aber nmizellenach meinem jetzigen Kenntnisstand scheinen Mizellen unbedenklich zu sein und so kann man seine Kosmetikprodukte wieder nach anderen Kriterien auswählen.
Mit anderen Worten: Die Tatsache, ob eine Creme ohne Tierversuche hergestellt wurde und ohne Mineralöl auskommt, ist viel wichtiger!
Ich selber verwende kaum Gesichtswasser, was wohl der Grund gewesen ist, dass der Mizellen-Hype mich lange nicht erreicht hat. Mir genügt ein gutes Reinigungsprodukt plus eine Hand voll Wasser, das Augen-MakeUp entferne ich mit einem Reinigungstuch.

Wenn ihr eine Meinung zu Mizellen oder weiterführendes Wissen über diese Strukturen habt, dann würde ich mich sehr über euren Kommentar freuen!

Ansonsten verabschiede ich mich mit diesem Artikel für eine Woche in den Urlaub. Ich habe diesmal auch auf meinen anderen Blogs nicht viel vorgeschrieben, ich hoffe, ihr bleibt mir trotzdem treu!

Quellen:

Alle Grafiken: Mizellen ©frau-sabienes.de
Text: Frau Sabienes fragt: Was sind eigentlich Mizellen? ©frau-sabienes.de
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