"Frantz" [F, D 2016]

[...] 1919 spielt "Frantz", fühlbar sind die Ressentiments der Nachkriegszeit zwischen den Nationalismen der Ablehnung. In dieser Zeit erzählt Ozon eine gründlich verdichtete (vergleiche Michael Haneke) Lügenkolportage über, wie in "In ihrem Haus", mehrere angewinkelte Erzählschichten. Erforscht der Regisseur nach eigenem Bekunden dabei die Spuren Éric Rohmers, immer schon einmal einen Film über das Lügen umzusetzen, erreicht er in der unbeständigen Halbwertszeit von Trübsinnigkeit und Glück mit Hilfe eines ambivalenten Farbkonzepts gleichzeitig dauerhafte Intensität: schwarzweiß für die Episoden familiärer Vergletscherung, Farbe für das Abschmelzen dieser. Wenn Adrien (Niney), ein junger kriegsnarbenübersäter Franzose, von der (Schein-)Vergangenheit zu berichten versucht, in der er Frantz (von Lucke) kennenlernte, rahmt Ozon diese wahrhaft farbenreichen Aufopferungssitzungen zur romantischen, homoerotischen Fantasie eines ehemaligen Soldaten, der das vernebelnde Gift seines Herzensbruders braucht, in Wahrheit aber um Vergebung unter dem Selbstschutz der Geschichte bittet, die einer unentwegten Veränderbarkeit zum Opfer fällt. [...]

weiterlesen


wallpaper-1019588
Die richtige Matratze für erholsamen Schlaf
wallpaper-1019588
Phú Quốc entdecken : Strände, Sehenswürdigkeiten & Tipps
wallpaper-1019588
Farbrolle reinigen, trocknen und richtig aufbewahren
wallpaper-1019588
Moog Messenger kaufen – Analog-Synthesizer
wallpaper-1019588
Warum hat Deutschland 16 Bundesländer? Föderalismus für Kinder erklärt