Fotografie | Fünf Minuten für eine gelbe Collage im März

Von Frauke Döring

Dieser Monat ist Gelb. Nicht meine Farbe, so gar nicht. Ich mag den gelben Ball am Himmel, ohne Frage. Und ab und an esse ich Bananen. Und Pomelos. Aber sonst habe ich mich Gelb nicht viel am Hut. Ich muss zugeben, dass ich länger als fünf Minuten gebraucht habe, diese gelbe Collage zusammenzustellen, wenn ich die Zeit für's Grübeln mit dazuzähle.
Von links oben nach rechts unten:
  • gelbe Post-it's - von Zeit zu Zeit ist mein Schreibtisch damit regelrecht zugepflastert, dann brauche ich Post-it's für die Post-its ...
  • gelbes Geschenkband - mein kompletter Vorrat
  • gelbes Putztuch - mit einer harten Seite zum Scheuern und einer weichen zum Nachputzen
  • dunkelgelber Glitzerstift - fragt mich nicht, warum ich den habe, ich weiß es nicht
  • neongelber Stift - prima, um Textstellen zu markieren
  • gelbes Mikrofasertuch - gehörte zu einem Wunderputzmittel von hier, das Putzmittel ist wirklich super und ich krieg nix dafür, dass ich das hier schreibe
  • gelbe Post-it's - gehen auch in klein immer und überall
  • gelber Eierlöffel - gehört zu einem Set von sechs bunten Löffeln, das ein Geschenk war
  • gelber Schwamm - für die Küche
  • gelber Schwamm - für das Bad
  • gelbe Quietscheente - ein Geschenk von meiner Schwester, sehr possierlich, das Entchen
  • gelbe Dose für? - Richtig, Bananen!
Ich werde jetzt mit meinen gar nicht mehr gelben Haaren unter die Dusche hüpfen und in einen eher grauen als gelben Tag starten. Dann gibt es heute auch mal ein Ei zum Frühstück, damit ich mich an dem EiGELB ergötzen kann. Vielleicht kommt auch der gelbe Himmelsball noch zum Vorschein, das würde mich freuen. Ich werde mich ausgiebig eure gelben Collagen widmen, es gibt doch bestimmt Menschen, die Gelb mögen!
Warum ich euch dauernd von meinen Haaren erzähle? Schon als Teenager hab ich immer einen Bohei um sie gemacht (O-Ton Mutter, die für Haarprobleme gar nix über hat). Wenn sie nicht so aussehen, wie ich das möchte, dann ist mein Seelenheil im Ungleichgewicht. Oberflächlich, ich weiß, aber eine Macke, die schon über dreißig Jahre (verflixt, bin ich ein altes Mädchen) gehegt und gepflegt wird, die gehört irgendwann zum Menschen dazu. Und seit gestern ist auch alles wieder gut auf meinem Kopf, der Benni hat alles wieder heil gemacht. Ein schönes, klares, helles nordisches Blond. Genau so, wie es sein soll. Wahrscheinlich müsst ihr euch auch jetzt nix mehr über doofe Haare anhören, weil der Benni, der hat's drauf! Ich finde bestimmt irgendetwas anderes Oberflächliches, mit dem ich euch langweilen kann ;-)
Hast du auch eine Macke, die eigentlich gar nicht wichtig ist, aber für dein Seelenheil schon?
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