Formel 1: Vorschau Großer Preis von Südkorea 2013

KoreanGP13

KoreanGP13 Nach dem Start der Asien-Rennen in Singapur zieht es die Formel 1 jetzt nach Südkorea. Auch hier ist unter normalen Umständen von einer erneuten Red Bull-Dominanz auszugehen. Nicht nur, weil Sebastian Vettel die vergangenen drei Rennen gewinnen konnte, sondern auch da der Heppenheimer in der Vergangenheit in Südkorea immer stark war.

In Sachen WM-Entscheidung kann Ferrari nur noch auf ein Wunder hoffen, wovon sie allerdings nicht ausgehen, da sie bereits angekündigt haben, sich ab jetzt auf 2014 zu konzentrieren. Dennoch werden die Italiener alles daran setzen, den aktuell zweiten Platz in der Konstrukteurs-WM noch vor Mercedes zu halten.

Wenn man sich die Strecke anschaut, fällt auf, dass es zu Beginn der Runde viel geradeaus geht, dann aber zum Ende hin immer kurviger wird. Auch auf dieser Strecke wird es in diesem Jahr zwei DRS-Zonen geben: Die erste Zone ist wie auch schon in den letzten beiden Jahren auf der langen Geraden zu Kurve 3 hin. Eine weitere solche Überholmöglichkeit wird es nun auch auf der Start-Ziel-Geraden bis hin zu Kurve 1 geben.

Auch der Wetter-Faktor könnte dieses Wochenende eine Rolle spielen: Es besteht die Möglichkeit, dass sich ein Taifun der südkoreanischen Küste zum Sonntag hin nähern könnte…

Fahrerwertung Top 10

 1  S.Vettel            247
 2  F.Alonso            187
 3  L.Hamilton          151
 4  K.Raikkönen         149
 5  M.Webber            130
 6  N.Rosberg           116
 7  F.Massa             87
 8  R.Grosjean          57
 9  J.Button            54
10  P.di Resta          36

Ein Rückblick auf die bisherigen drei Rennen in Südkorea:

2010
F1 Grand Prix of South Korea - Race Die Premiere des südkoreanischen Rennens fiel zunächst einmal gründlich ins Wasser. Gleich zu Rennbeginn wurde aufgrund des Regens entschieden, das Rennen hinter dem Safety Car zu starten. Doch die Sicht war dennoch zu schlecht um zu fahren und so wurde nach drei Runden der Lauf abgebrochen. Nach einstündiger Pause wurde das Rennen dann unter Safety Car wieder gestartet und zur 18. Runde endlich freigegeben. Bereits eine Runde später verlor der auf Platz 2 liegende WM-Spitzenreiter Mark Webber die Kontrolle über sein Fahrzeug und schlug in die Wand ein. Nico Rosberg konnte dem ausrollenden Australier nicht mehr ausweichen und schied ebenfalls aus. In Runde 46 schied der in Führung liegende Sebastian Vettel mit einem Motorschaden aus und Fernando Alonso erbte den Sieg.

2011
Im Folgejahr stand der Grand Prix allerdings ganz im Zeichen Red Bulls: Mit einem Sieg von Sebastian Vettel und einem dritten Platz von Mark Webber war den Österreichern die Konstrukteurs-WM nicht mehr zu nehmen. Zwar konnte Webber kurzzeitig am zweitplatzierten Lewis Hamilton vorbeigehen, jedoch holte sich der Brite diesen Platz durch die folgende DRS-Zone wieder zurück. Im Mittelfeld ging es etwas turbolenter zu: Nebenher vielen Überholmanövern gab es auch einen Unfall. Lotus-Pilot Vitali Petrow und Fernando Alonso verschätzten sich im Duell beim Anbremsen zu Kurve 3. Während der Spanier lediglich von der Strecke abkam, krachte der Russe dem vor ihm liegenden Michael Schumacher ins Heck, was beide Piloten aus dem Rennen warf.

2012
Vergangenes Jahr sahen wir erneut einen Sieg von Sebastian Vettel, der sich die Führung allerdings am Start gegen Teamkollege Mark Webber erkämpfen musste. Der Australier erreichte zwar am Tag zuvor die Pole Position, wurde allerdings bereits vor der ersten Kurve vom Heppenheimer überholt. Auf der langen Geraden setzte er sich noch einmal für einen Konter daneben – musste aber dann doch nachgeben. Auf dem Weg zu Kurve 3 verschätzte sich dann Sauber-Pilot Kamui Kobayashi und kolliderte mit Jenson Button, was für beide das Ende bedeutete. Es ging dennoch ohne eine Safety Car-Phase weiter. Im weiteren Rennverlauf wurde Felipe Massa, der schneller als Teamkollege Alonso war, mehrfach vom Team aufgefordert eine Lücke zum vor ihm liegenden Spanier zu halten. Der Brasilianer kam hinter seinem Teamkollegen als Vierter ins Ziel.