Formel 1: Vettel gewinnt den GP von Malaysia mit fadem Beigeschmack

 Sebastian Vettel gewinnt vor Mark Webber und dennoch gibt es dicke Luft bei Red Bull Racing. Doch damit stehen sie nicht alleine dar, denn auch bei Mercedes gab es Ärger. Debakel für Alonso und Ferrari.

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Ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte…

Was für ein Rennen, welches unter schwierigen Bedingungen gestartet wurde, denn wirklich nass war nur der erste Sektor, danach war es fast bzw. ganz trocken. Zum Start entscheiden sich alle Piloten für die Intermediate Reifen, was auch ganz klar die richtige Entscheidung war. Doch schon kurz nach Start begann das Debakel für Ferrari, denn Fernando Alonso beschädigte sich seinen Frontflügel am Auto von Sebastian Vettel. Der Flügel blieb allerdings noch halbwegs dran und Alonso Speed war für das was es war doch noch ganz gut und so entschied man sich bei Ferrari Alonso mit dem beschädigten Flügel draußen zu lassen. Eine klare Fehlentscheidung! Denn in Runde 2 ging der Frontflügel am Ende der Start/Ziel Geraden flöten und geriet unter den F138 des Spaniers der daher nicht mehr einlenken konnte und sich in Richtung Kiesbett verabschiedete. Damit war das Rennen des Spaniers schon beendet. Es war der erste Fehler seit langer Zeit von Alonso. Allerdings muss man sich fragen, warum Ferrari Alonso nicht in die Box holte. Der Flügel schliff teilweise auf dem Boden und es war klar, dass der sich früher oder später verabschieden würde. Alonso selbst wird vermutlich gesagt haben, dass es okay ist, allerdings konnte er den Frontflügel im Cockpit nicht sehen und wusste daher auch nicht wie groß die Beschädigung tatsächlich war. Von daher hat hier das Team einen klaren Fehler gemacht, der wichtige Punkte gekostet hat.

Auch Felipe Massas Rennen war nicht wirklich berauschend wenn man bedenkt, dass der Brasilianer von Startplatz zwei in das Rennen ging. Am Ende kam ein fünfter Platz heraus und immerhin einige WM Punkte. Aber nach der starken Vorstellung von Ferrari an diesem Wochenende ist das schon eine Enttäuschung.

Vorne an der Spitze war also Sebastian Vettel unterwegs. Der Deutsche entschied sich als aller erstes zum Wechsel auf die Trockenreifen. In Runde 5 kam er an die Box und entschied sich für einen Satz der Medium Reifen. Allerdings funktionierten die Reifen zu diesem Zeitpunkt noch nicht optimal. Teamkollege Webber, der zwei Runden später an die Box kam konnte die Führung übernehmen. Webber entschied sich übrigens für die Mischung Hard.  Webber konnte die Führung ab diesem Zeitpunkt relativ problemlos für sich behaupten. Doch gegen Mitte des Rennens holte Vettel auf Webber auf und dann kam schon der erste Funkspruch, der einiges aussagt. Als Vettel im Heck von Webber hing, der zu diesem Zeitpunkt auf seine Reifen achtete funkte Vettel: „Mark is slower. Get him out of the way“. Webber reagierte darauf hin und konnte relativ locker wieder eine kleine Lücke auf den Weltmeister herausfahren. Auch nach dem letzten Boxenstopp lag Webber zunächst noch vorne und Vettel auf Rang 2. Webber entschied sich wieder für die härtere Mischung, während Vettel auf die weichere setzte und dadurch schneller fahren konnte. Vermutlich wäre auch für Webber die Medium Mischung die bessere gewesen, aber der Australier fühlte sich auf der härteren Mischung wohler. Für Red Bull war nun klar, dass man die Positionen so nachhause fahren wollte. Nachdem man am Freitag und Samstag große Reifenprobleme hatte, wollte das Team kein Risiko eingehen und funkte beiden Piloten, dass sie langsam machen sollen. Zudem funkte man ihnen noch den Code „Multi 21“ ins Cockpit was bedeutet, dass Auto 2 Webber vor Auto 1 Vettel bleiben soll. Eine klare Entscheidung des Teams, an die sich Vettel im Endeffekt nicht gehalten hat. Der Deutsche attackierte Webber und die beiden lieferten sich ein hartes Duell, welches am Ende Vettel gewann.

Das Team funkte Vettel noch ins Cockpit, dass dies eine sehr dumme Aktion gewesen sei und auch Webber machte mit einer Geste seinem Unmut Luft. Die versteinerten Gesichter auf dem Podium sagte alles. Und auch die in der PK folgende Entschuldigung von Vettel war einfach nur PR mehr nicht. Es ist nicht das erste Mal, dass sich Vettel einer Teamentscheidung widersetzt und das macht was er für richtig hält. Und genau das stört mich ein wenig. Es geht nicht um den Zweikampf, der war absolut sauber und fair, sondern darum, dass Vettel mal wieder die Anweisung seines Teams missachtet. Natürlich ist Stallorder nicht schön, aber aus der Sicht des Teams verständlich.

Wenn ich mich mehrmals den Anweisungen meines Arbeitgebers widersetzen würde, hätte ich schon längst eine Abmahnung oder Kündigung kassiert. Ja, Vettel ist dreimaliger Weltmeister, aber auch ein dreimaliger Weltmeister darf sich nicht alles erlauben!

Mit dieser Aktion hat der Deutsche bei einigen Minuspunkte gesammelt. Eins dürfte nun aber klar sein. Ich kenne da jemanden, der sich ab jetzt auch an keine Teamorder mehr halten wird. Mark Webber! Es würde mich nicht wundern, wenn es bei denen in diesem Jahr nochmal kracht. Istanbul 2011 lässt grüßen.

Aber nicht nur bei Red Bull gibt es dicke Luft, sondern auch bei Mercedes. Doch zunächst einen Blick auf die gesamte Vorstellung von Mercedes, die wirklich überzeugen konnten. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet Mercedes der erste Verfolger von Red Bull ist? Wohl kaum so wirklich einer. Auch wenn man nicht wirklich eine Chance gegen die Red Bull hatte. Platz 3 und Platz 4 sind eine tolle Ausbeute für den Rennstall. Doch auch bei Mercedes gab es eine Situation die es zu diskutieren gibt. Lewis Hamilton hatte Nico Rosberg das gesamte Rennen mehr oder weniger im Griff, doch gegen Ende musste Lewis Hamilton dann Sprit sparen. Nico Rosberg funkte an die Box und forderte eine Teamorder. Teamchef Ross Brawn antwortete kurz und knapp „Negativ Nico“. Diese Anfrage wiederholte Nico nochmals, allerdings wurde immer geantwortet, dass man das Ergebnis so nachhause fahren will und Rosberg deshalb nicht mehr angreifen soll. Rosberg hatte allerdings dennoch den einen oder anderen Angriff gesetzt, hat sich dabei aber nicht wirklich klug angestellt. Denn er überholte Hamilton mehrmals in der ersten DRS Zone, allerdings konnte Hamilton jedes Mal in der zweiten DRS Zone kontern. Rosberg hätte einfach erst in der zweiten DRS Zone angreifen sollen.

Nach dem Rennen war die Stimmung natürlich auch bombe. Rosberg sagte noch im Funk „Ich werde mich an diese Situation erinnern“. Mit dieser Aktion hat man Rosberg relativ deutlich klar gemacht, wer hier die Nummer 2 im Team ist. Auch hier gibt es also noch diskussionsbedarf. Man darf diese Situation nicht mit jener von Red Bull vergleichen. Hamilton hatte ein klares Problem, nämlich zu wenig Sprit und war daher gezwungen langsam zu fahren. Das man Rosberg hier nicht überholen lässt ist absolut unverständlich.

Für Mclaren lief es an diesem Wochenende schon wieder deutlich besser. Button hatte sogar eine recht aussichtsreiche Position, doch leider ging mal wieder ein Boxenstopp in die Hose und machte so eine gute Position für Button kaputt. Sergio Perez wurde immerhin neunter. Bei Mclaren hat man aber immer noch viel Arbeit vor sich.

Lotus war mit eine der größten Enttäuschungen des Wochenendes. Es ging nicht wirklich viel, obwohl das Rennwochenende eigentlich vielversprechend begann. Kimi’s Start war auch eher bescheiden und dann blieb er auch lange Zeit hängen und musste sich mit den Sauber und Mclaren herum ärgern. So kam es sogar dazu, dass Grosjean das Rennen vor dem Finnen beenden konnte. Insgesamt scheint der Lotus dann wohl doch nicht so gut zu sein, wie man das vielleicht erwartet hatte.

Sauber konnte dann nun auch endlich die ersten Punkte des Jahres einfahren. Hülkenberg kam auf Platz 8 ins Ziel. Eine ordentliche Leistung, allerdings auch nicht weltbewegend. Nach den ersten zwei Rennen kann man klar sagen, dass der diesjährige Sauber nicht so gut ist wie sein Vorgänger. Denn Button, Perzes und auch Alonso sind wenn alles normal läuft locker davor und dann wäre es eben nur ein elfter Platz. Möglicherweise wäre man sogar noch hinter Force India.

Apropos Force India, die auch auf dem Sepang International Circuit bewiesen, dass sie ein richtig gutes Auto haben. Besonders Sutil hat auch an diesem Wochenende wieder mehr als überzeugt. Leider gab es im Rennen Probleme mit der Radmutter. Was genau das Problem war, gab das Team bisher nicht bekannt.

Noch kurz ein Blick auf Williams und Toro Rosso. Williams einmal mehr eine Enttäuschung. Das Auto ist schlichtweg einfach zu langsam. Für Williams ist das natürlich sehr bitter, denn jeder Punkt wäre für das Team sehr wichtig. Auch auf Maldonado war wie immer Verlass. Der Venezolaner versenkte seinen Williams mal wieder im Kiesbett während Bottas elfter wurde. Nur gut, dass Maldonado ein gut gefülltes Portmonee hat.

Am Ende des Feldes lieferte Jules Bianchi wieder mit Platz 13 ein sensationelles Rennen ab und war damit deutlich schneller als sein Teamkollege und die beiden Caterham. Auch wenn nach vorne für Marussia noch nicht so viel zu holen ist, ist die Leistung von Biachni schon beachtlich und das sehen natürlich auch andere Teamchefs und vor allem Ferrari.

Die Szene des Tages, die lieferte aber ohne Zweifel Lewis Hamilton icon wink Formel 1: Vettel gewinnt den GP von Malaysia mit fadem Beigeschmack

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Nun sind erst einmal drei Wochen Pause. Vielleicht gar nicht so schlecht, denn so kennen die Gemüter wieder ein wenig abkühlen. Weiter geht es in China und die Teams werden sicher wieder einige Updates mit nach Asien bringen. Ferrari zum Beispiel hatte schon vor Saisonstart ein größeres Updatepaket für Shanghai angekündigt.

 

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