Folsäure für Hund

Ihr Hund benötigt eine artgerechte und ausgewogene Ernährung. So bleibt er fit und gesund. Sie muss lebenswichtige Nährstoffe in entsprechender Menge enthalten. Dazu zählen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Allerdings gibt Vitamine, die Sie unter normalen Umständen nicht zuführen müssen, weil Ihr Hund sie selbst produzieren kann. Dazu zählt die Folsäure.

Was macht Folsäure oder Vitamin B9?

Folsäure ist ein Vitamin der Vitamin B Gruppe. Man nennt es auch Vitamin B9 oder Vitamin M. Die Bezeichnung Folsäure wird für die synthetische Form dieses Vitamins verwendet.

Unter Folat versteht man die Summe der wirksamen Verbindungen, wie sie natürlich vorkommen. Das Vitamin ist hitze- und lichtempfindlich sowie wasserlöslich.

Folsäure spielt beim Stoffwechsel eine wichtige Rolle, zusammen mit dem Vitamin B12. Es ist an der Bildung der Blutkörperchen beteiligt. In der menschlichen Medizin ist Folsäure vor allem als Nahrungsergänzungsmittel von Schwangeren und Frauen mit Kinderwunsch bekannt.

Wo ist viel Folsäure enthalten?

Hefe und Getreidekeime enthalten größere Mengen Folsäure. Zudem gelten Hülsenfrüchte, Kalbs- und Geflügelleber als gute Lieferanten, ebenso wie grünes Blattgemüse.

Ebenso gibt es im Handel Präparate mit Folsäure.

Ist Ihr Hund fit und der Darm gesund? Dann müssen Sie eigentlich nicht auf diese Mittel zurückgreifen.

Kann man Folsäure beim Hund überdosieren?

Hunde haben einen täglichen Bedarf von 4 Mikrogramm Folsäure pro Kilogramm Körpergewicht. Eine Überversorgung ist sehr unwahrscheinlich. Denn zu viel Folsäure scheidet der Körper einfach aus.

Da Ihr Hund das Vitamin selbst herstellen kann, kommt es so gut wie nie zu einer Unterversorgung.

Wie viel Folsäure für Hund?

Eine zusätzliche Gabe von Folsäure ist nicht notwendig. Anders als der Mensch können Hunde Folsäure im Körper selbst herstellen. Das passiert im Darm mithilfe von Mikroorganismen.

Genauer gesagt gelangt die in der Nahrung enthaltene Folsäure in den Dünndarm. Und hier zerlegt der Körper sie und setzt die aktiven Stoffe frei. Ein gesunder Darm ist demnach für eine gute Versorgung an Folaten wichtig.

Woher kommt ein Folsäuremangel?

In einer Situation müssen Sie allerdings sehr genau auf den Folsäurespiegel im Körper achten. Denn trächtige Hündinnen benötigen vermehrt Folsäure.

Während dieser Zeit ist ihr Bedarf deutlich erhöht. Das funktioniert ebenso wie während der Schwangerschaft bei Menschen.

Und nicht immer reicht die Menge an Folsäure aus, die Ihr Hund selbst produziert. Oder die Menge, die Sie zuführen. Beim Menschen kann ein Mangel erhebliche Fehlbildungen des Kinds nach sich ziehen.

Wie äußert sich Folsäuremangel beim Hund?

Bei trächtigen Hündinnen wird eine zusätzliche Fütterung von Folsäure empfohlen. Das geschieht vorbeugend.

Im Idealfall sollten Sie damit bereits vor der Trächtigkeit beginnen. Denn ein Mangel bemerkt man bei trächtigen Hündinnen meist sehr spät.

Grundsätzlich äußert sich ein Folsäuremangel durch:

  • Die Wundheilung verzögert sich.
  • Ihre Hündin hat wenig Appetit. Und sie nimmt kaum an Gewicht zu.
  • Es kann zu einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen kommen.

Eine ausreichende Zufuhr an Folsäure der tragenden Hündin kann das Auftreten des Mittelliniendefekts bei Welpen verhindern. Zum Beispiel gehören Gaumen- und Kieferspalten bei Welpen zu Mittelliniendefekten, ähnlich wie die Knickrute.

Diese Missbildungen entstehen bereits in der Frühentwicklung. Sie machen rund ein Drittel aller Fehlbildungen aus. Dabei entwickeln sich die beiden Gesichtshälften unterschiedlich. Erst nach dem 28. Trächtigkeitstag verschmelzen die beiden Hälften.

Bei Missbildung findet diese Verschmelzung aufgrund von Folsäuremangel nicht statt. In manchen Fällen lassen sich Gaumen- und Kieferspalten chirurgisch versorgen. Trotzdem ist es manchmal notwendig, den Hund einzuschläfern.

Ist Folsäure schädlich für Hunde?

Folsäure unterstützt die Zellbildung. Dabei wandelt der Körper Folsäure in den Zellen zu Tetrahydrofolsäure um. Das stellt die aktive Form des Vitamins B9 dar.

Hier finden Sie weitere Artikel über Vitamine für Hunde:

B Vitamine sind maßgeblich an der Zellerneuerung beteiligt. Vitamin B wirkt bei der Zellbildung, der Zellteilung und der Zelldifferenzierung mit. Außerdem schützt Folsäure vor Erkrankungen von Herz und Kreislauf.

Folsäure als pauschales Ergänzungsfuttermittel ist bei Hunden unnötig. Schädlich ist Folsäure jedoch nicht.

Eine ausreichende Folsäurezufuhr kann wohl bereits vor der Trächtigkeit das Risiko von Missbildungen minimieren. Von Menschen weiß man, dass dies der Fall ist. Die Gründe dafür sind unterschiedlich und liegen zudem im genetischen Bereich.

Wenn Sie also einen Wurf planen, sprechen Sie mit Ihrer Tierärztin. Oder aber, wenn eine ungewollte Deckung stattgefunden hat. Sie wird Sie dahin gehend beraten.

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