Flüchtling - ein ehemals edles Wort und seine Inflation

Erstellt am 19. Februar 2016 von Lux
Ich kann den von Tomas Spahn stammenden und in der Jüdischen Rundschau veröffentlichten Artikel nur wärmstens empfehlen. Wohl formuliert ist es Tomas Spahn gelungen, den Nagel auf den Kopf zu treffen. Zwar sind intelligent verfasste Artikel in Deutschland eher die Ausnahme, doch gibt Tomas Spahn keineswegs eine Randmeinung ab. Tomas Spahn spricht vor allem für die bürgerliche Mehrheit im Lande. Eine Mehrheit, die in den Medien unter rein demokratischen Voraussetzungen proportional zu anderen Gruppen zu Wort kommen würde, hierzulande aber zur verächtlichen Minderheitenmeinung umgelogen wird.
Besonders empfehlenswert halte ich diesen Artikel für diejenigen, die zum 'Die Juden sind an alles und allem schuld'- oder zum 'Die Weißen sind an alles und allem schuld'-Dogmatismus neigen. Übrigens herrschen in der Propaganda der Islamisten beide Varianten vor. Deshalb sollten sich vor allem die Fans von Hodentöter und KenFMoschee angesprochen fühlen.
„Flüchtlinge“ – das waren plötzlich nicht nur und vor allem nicht vorrangig jene Menschen, die an Leib und Leben bedroht ihre Heimat verlassen mussten. Die rot-grüne Pippi-Langstrumpf-Generation, die Deutschlands Politik und Medien dominiert, macht in beständigem, pauschalem Werfen von Nebelkerzen jeden, der legal oder illegal in Deutschland einzuwandern suchte, zum „Flüchtling“ und nahm so diesem Begriff seinen Inhalt. 
Das Ziel dieser Pauschalisierung lag und liegt auf der Hand: Die dummen Bürger sollte im Mitleid erstickt werden, sollten berechtigte Ängste und Befürchtungen als Ausdruck einer „rechten Gesinnung“ begreifen und sich dem unsäglichen Diktat der Pippi-Langstrumpf-Träumer unterwerfen. „Refugees welcome“ – welch eine Idiotie, wenn sie nicht differenziert zwischen denen, die wirklich um ihr Leben fürchten müssen und jenen, die als Trittbrettfahrer die Naivität der Gastgeber erbarmungslos ausnutzten und ausnutzen! 
Köln, so lamentieren jetzt viele dieser Naivlinge, habe „alles verändert“. Nein, Köln hat überhaupt nichts verändert. Denn jeder halbwegs intelligente Mensch, der sich mit den Gesellschaften südlich des Mittelmeers beschäftigt hat, musste wissen, was da auf Deutschland zukommt. Jeder, der die Bilder der jungen Männer betrachtete, die sich teilweise mit Gewalt ihren Zugang ins gelobte Land erkämpfen wollten, musste wissen, dass dort nicht nur verfolgte Schafe vor den Toren standen, sondern auch Wölfe darunter waren. 
Mit der Pauschalisierung des „Flüchtlings“ wurden auch jene zu vorgeblich verfolgten Opfern, die vielleicht in ihren Herkunftsländern deshalb zu „Flüchtlingen“ wurden, weil sie als Täter selbst zuvor unendlich viele Menschen zu Flüchtlingen gemacht hatten. Zu „Flüchtlingen“ wurden auch jene, die aus sicheren Ländern wie Marokko oder Algerien stammten und denen es um nichts anderes ging, als sich selbst ein großes Stück vom angeblich immerwährenden Kuchen des europäischen Wohlstands [nicht zu vergessen sind die dschihadistischen Bestrebungen] abzuschneiden...