Flower Friday mit Iris und Rainfarn

Von Frauke Döring

Dieses Mal hat es so gar keinen Spaß gemacht, die Blümchen zu knipsen. So begeistert ich auch beim ersten Mal war, so enttäuscht bin ich vom zweiten Mal. Okay, es war heiß draußen und der Weg von Berlin zu mir dauert mit dem LKW bestimmt locker vier Stunden. Aber das sind Profis und sie nehmen für mein Empfinden viel Geld für die Leistung, die sie anbieten. Viel deshalb, weil eine Sorte Unkraut und eine Sorte Blumen ein Bouquet bilden. Eine aparte Idee, ohne Frage.

Beim ersten Mal hat Bloomy Days mit dieser Kombination in Gelb und Apricot nicht meinen Geschmack getroffen. Ich hatte ein Überraschungsbouquet bestellt und die Überraschung war für mich halt nicht so gelungen. Ist aber Geschmackssache. Die Blumen sind toll verpackt: ein Karton, in dem sie genug Platz haben, ein mit Wasser getränkter Vliesbeutel und alles transportsicher fixiert. Ein Karte dabei, was als erstes zu tun ist, wenn die Blumen da sind und wer sie zusammengestellt und verpackt hat. Ein Umschlag, in dem Karten zu den ausgewählten Blumen (und dem Unkraut) sind, auf denen diese erklärt werden und Pflegetipps angegeben sind. Der Strauß ist in schlichtes Papier eingeschlagen und mit einem hübschen Aufkleber verschlossen. Alles sehr ansprechend.

Bei der ersten Lieferung herrschte eine ebensolche Hitze wie bei der zweiten Lieferung, aber Lilien und Goldrute haben die Reise gut überstanden. Trotz der befolgten Pflegehinweise war der gelbe Strauß aber nach vier Tagen nicht nur aufgeblüht sondern bereits verblüht. 

Die Iris sind am Donnerstag der letzten Woche bereits vertrocknet und mit gelben Stängeln bei mir angekommen. Es waren keine Karten dabei, die mir Auskunft über das Gelieferte geben konnten und auch die Karte der Person, die alles zusammengestellt und verpackt hat, fehlte. Das sind zwar nur nette Gimmicks, aber mir ist das Fehlen negativ aufgefallen und in Erinnerung geblieben. Die Hälfte der Iris habe ich gleich wegwerfen müssen, die andere Hälfte und den Rainfarn habe ich am Sonntagabend in die Biotonne gestopft. Vom Rainfarn (auch ein Unkraut, genau wie die Goldrute) waren nur wenige Kugeln noch nicht aufgeblüht und haben zusammen mit den welk angelieferten Iris einen durchdringend fauligen Geruch verbreitet. Ich habe mich jeden einzelnen Tag über den Anblick und den Geruch geärgert, den ich für 19,90 € geliefert bekommen habe. Mein Fazit: ich habe das Abo sofort nach der zweiten Lieferung gekündigt und werde auch ganz sicher kein neues abschließen. 

Ich werde mich jetzt wieder auf lokale Händler und den Supermarkt verlassen. Und die Augen aufhalten, was auch jetzt im nahenden Spätsommer noch am Straßenrand wächst und das dann mit nach Hause nehmen. Aber auch nur dann, wenn genug davon wächst, wenn ich damit keinen Schaden in und an der Natur anrichte. 

Die Blumen haben übrigens nur für's knipsen kein Wasser gehabt, weil ich absolut keine Idee hatte, in was ich sie aufbewahren sollte. 

Fertig mit der Nölerei - aber das musste sein. Und diese Erfahrung hat wieder einmal mehr gezeigt: BUY LOCAL!

 Vor Schwarz machen sie auch verblüht noch was her ;-)

Habt ihr auch schon mal Online-Blumensträuße bestellt? Hattet ihr mehr Glück als ich?
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