Filmkritik: The Rover

Postapokalyptische Szenarien sind ein immer wiederkehrendes Motiv im Filmgeschäft. Mit „The Rover“ spendiert uns Regisseur David Michôd einen weiteren Titel dieses Genre, dessen finaler Showdown uns nicht vom Hocker riss, aber dessen Ende überraschend war.

Wir befinden uns in Australien, irgendwann in der Zukunft. In einer nahen und trostlosen Zukunft. Die Menschheit hat die gesamte Welt mit ihrer Gier nach Macht und Besitz in den Ruin getrieben. Rechtsgültige Gesetze und eine intakte Gesellschaft existieren nicht mehr. Eine scheinbar hoffnungslose Welt, in der auch Einzelgänger Eric (Guy Pearce) lebt. Als im eines Tages sein scheinbar letzter Besitz – ein Rover – von kaltblütigen Banditen entwendet wird, setzt er alles daran, sich sein Auto zurückzuholen. Gemeinsam mit Rey (Robert Pattinson), den die Banditen verletzt zurückgelassen haben, rast er ihnen zu einem finalen, alles entscheidenden Showdown hinterher.

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Die Welt von „The Rover“ erinnerte uns sehr an den ersten Mad Max-Ableger, was sicherlich dem kargen Outback zu verdanken ist. Allerdings scheint die Gesellschaft, oder zumindest was von ihr übrig geblieben ist, noch einen gewissen Grad an Struktur zu besitzen. So gibt es improvisierte Geschäfte für Lebensmittel, Waffen oder auch Benzin. Man spürt regelrecht das Leben am Existenzminimum. Wer kein Geld hat, kann sich schlichtweg verpissen, wie die dort lebenden Menschen es sicher formulieren würden. Das Szenario ist somit einfach optimal gestaltet, jedoch fragen wir uns des Öfteren, warum Eric diesen Kleinbus oder diese Waffe nicht mitnimmt. Nützlich wären sie auf jeden Fall. Das Gleiche gilt für Proviant und viele andere nützliche Dinge, die hier und da herumliegen.

Als Zuschauer wird man sich außerdem wohl fragen, warum Eric unbedingt sein Auto zurückhaben will. Immerhin scheinen Autos nicht das Wichtigste auf dieser Welt zu sein. Okay, man kommt mit ihnen gut von A nach B, aber dennoch handelt es sich hierbei bloß um ein Fahrzeug, von denen überall welche herumstehen. Seine durchaus interessante, auf die wir an dieser Stelle nicht weiter eingehen möchten, um nicht zu spoilern. Vielmehr würden wir uns auf die Charaktere konzentrieren.

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Bei Eric merkt man nämlich eine gewisse Zielstrebigkeit und Entschlossenheit, die Hand in Hand mit Kaltblütigkeit gehen. Aber auch der Einzelgänger wird sehr schnell deutlich. Eine besonders große Interesse daran, seine Erlebnisse oder Ähnliches mit jemanden zu teilen, existiert nämlich rein gar nicht. Anstatt Fragen der ihm gegenüberstehenden zu beantworten, wiederholt er lieber seine eigene Frage und recht viel spricht er im Allgemeinen auch nicht. All das kann Schauspieler Guy Pearce tadellos vermitteln und auch Robert Pattinson als Rey leistet überzeugende Arbeit. Er spielt nämlich einen eher minderbemittelten, jungen Mann, der in manchen Situationen jedoch gar nicht so einfältig ist, wie man es verwundet.

Wie in der Filmbeschreibung rasen die zwei dem alles entscheidenden Showdown entgegen, der leider die vorherigen Ereignisse nicht übertrifft. Vielmehr fehlt das gewisse Etwas, für einen fesselnden Höhepunkt. Glücklicherweise hebt eine Katastrophe den Wert dieser Szene ein wenig an. Auf der ganzen Linie überzeugt sie dennoch nicht. Stattdessen waren wir vom kurz darauffolgenden Ende überrascht, das den Film zufriedenstellend beendet.

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Fazit:

„The Rover“ ist ein Film, der nicht nur zum Nachdenken anregt, sondern auch mit einem guten Szenario sowie zwei genau so guten Schauspieler daherkommt. Zwar gibt es hier und dort ein paar kleinere Schwachstellen, aber im Großen und Ganzen kann der Film überzeugen.



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