Filmkritik ‘The Good Guy’ (Blu-ray)

Erstellt am 18. Mai 2012 von Filmfreek @Filmfreek

The Good Guy
© Universum Film


The Good Guy – Wenn der Richtige der Falsche ist

Beth Vest hat alles wovon sie immer schon geträumt hat: einen guten Job, gute Freunde und einen gutaussehenden und erfolgreichen Freund an ihrer Seite. Alles scheint perfekt, doch dann lernt Beth Tommys charmanten Arbeitskollegen Daniel kennen und Beth kommen Zweifel auf. Was wenn Tommy nicht das große Los ist? Und wer von beiden ist denn nun der ideale Partner für sie?

Deutscher Trailer “The Good Guy”

Filmkritik zu “The Good Guy”

Nun also, gut 1 ½ Monate später versuche ich mich an der Fertigstellung der Filmkritik und auch darin liegt bereits das Problem von “The Good Guy”. Es ist zwar nicht sehr viel Zeit vergangen, seit ich den Film gesehen habe, dennoch fällt es mir bereits jetzt schwer mich an Einzelheiten des Handlungsstrangs zu erinnern.

Schon beim ersten Versuch eine Filmkritik auszuformulieren, bin ich daran gescheitert, ein detailliertes Fazit zu formulieren, da “The Good Guy” reinstes Mittelmaß im negativsten Sinne des Wortes ist.

Auch wenn die Story auf eine, zumindest für dieses Genre, ganz interessante Idee schließen lassen würde, so hapert es an der Umsetzung doch gewaltig. Denn dieser angekündigte Konflikt, die Wahl zwischen zwei “perfekten” Männern, zerplatzt bereits in den ersten Minuten wie eine Seifenblase. Schnell wird klar, welcher der beiden Männern im Leben der Protagonistin der Böse und welches der Gute ist und die Frage nach dem “wer ist denn nun der Richige” hat sich, selbst für den nicht ganz so aufmerksamen Zuschauer, schnell erledigt.

Ab da heißt es dann nur noch abwarten, bis sie es selbst bemerkt, den Dingen ihren Lauf lassen und dem absehbaren Ende entgegen fiebern.

Leider können auch die Darsteller selbst nicht überzeugen und lassen den Zuschauer mit einer ziemlichen Gleichgültigkeit zurück. Ich glaube nicht einmal, dass es etwas geändert hätte, wenn Regisseur und Produzent Julio DePietro auf größere Namen gesetzt hätte. Auch bekanntere Gesichter oder erfahrenere Schauspieler hätten diesen Karren wohl nicht mehr aus dem Dreck ziehen können.

Mein persönliches (und einziges) Highlight des Films, ist das Wiedersehen mit Anna Chlumsky. Aus dem kleinen “My Girl” ist mittlerweile eine junge Frau geworden – wie schnell doch die Zeit vergeht:)

Dass es für “The Good Guy” nur zu einem Direct-to-DVD-Start gereicht hat, ist also absolut gerechtfertigt und selbst hier sei generell vom Film abgeraten. Gefühlvolles Unterhaltungskino sieht anders aus!

3 von 10 Freeks
Darsteller:
Alexis Bledel, Scott Porter, Bryan Greenberg
Regie:
Julio DePietro

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