Filmkritik: Joker

Mit Joker von Regisseur Todd Philipps folgt eine kontrovers diskutierte Darstellung des Jokers. Doch diese ist definitiv anders, als wir sie bisher kennen. Ob gut oder schlecht, dürfte da im Auge des Betrachters liegen.

Um was geht es in Joker?

Arthur Fleck ist ein Mann mittleren Alters und kämpft sich mit psychischen Problemen und einer Krankheit durch den Alltag. Als lebendes Werbeschild und Clown verdient er sein Geld in Gotham City, das dem New York der 80er Jahre gleicht.

Arthurs Krankheit zeigt sich immer wieder in den verschiedensten und ungewöhnlichsten Situationen, nämlich genau dann, wenn er nervös wird. Es ist ein Lachen, ein unkontrolliertes Lachen, das weder zur Situation, noch zu seiner eigenen Gefühlsstimmung passt. Die Krankheit wird auch als „pathologisches Lachen" bezeichnet und wird durch Schäden im Gehirn verursacht.

Den letzten Halt, den Arthur im Leben hat, ist seine Therapeutin. Sie ist der schmale Grad, der ihn noch gerade so in der Realität hält. Doch dann werden die Sozialleistungen gekürzt und es gibt keine Gespräche mehr mit der Therapeutin. Wie soll er nun an die Medikamente kommen? Als er erneut von einer Gruppe drangsaliert wird, gerät das Fass zum Überlaufen und aus dem Clown wird allmählich Joker.

Mein Eindruck zu Joker

Der Film sorgte ja schon bereits aufgrund der Trailer für viel Diskussionsstoff und wer sich eben diese angesehen hat, der wusste, dass das Ganze keine klassische Heldennummer werden wird. Stattdessen bekommt man mehr oder minder tiefe Einblicke in die gestörte Psyche eines Menschens.

Der Beginn ist locker und nimmt den Zuschauer in das öde Leben eines Menschen mit, der von den anderen kaum wahrgenommen wird und eher am Rande zwischen den Superreichen und dem Pöbel sein Dasein fristet.

Es wird uns ein Mann mittleren Alters, der noch Träume hat, auf einem Silbertablett präsentiert, und das absolut schonungslos: der Körper ausgemergelt, vom System fallen gelassen und von vermeintlichen Freunden verraten. Ein gestörtes Vaterverhältnis, erst zu einem Moderator, den er regelmäßig im Fernsehen verfolgt und dann zu einem der Superreichen, der sein wirklicher Vater sein soll, runden letztlich das traurige Bild von Arthur Fleck ab. Je nach Blickwinkel kann man fast schon sagen, dass Joker mehr eine Heldenfigur darstellt als einen tatsächlichen Bösewicht.

Ungewöhnlich, aber trotzdem pointensicher waren die wenigen Humorelemente, die dem Wahnsinn letztlich nur noch mehr Ausdruck verliehen. Selten habe ich bei so einer Art Film miterlebt, dass das Kinopublikum lachen musste.

Schauspielerisch muss man vor Joaquin Phoenix definitiv den Hut ziehen. So überzeugend als Joker war in meinen Augen zuletzt Heath Ledger. Dass pathologisches Lachen so realistisch darzustellen, während die Mimik eigentlich eine anderes Gefühlslage wiederspiegelt, finde ich absolut beeindruckend.


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