Filmkritik “22 Jump Street” (Blu-ray)


22 Jump Street

22 Jump Street


Mit “22 Jump Street” stand mal wieder eine Fortsetzung an. Das bringt mich just in diesem Moment auf die Idee, mal kurz einen Blick auf mein Filmjahr 2014 werfen, um zu schauen wie groß nun letztlich der Anteil an Fortsetzungen war. Notiz ist gemacht – mehr zu dem Thema folgt dann also in Kürze.

Laut Box Office Mojo hat „21 Jump Street“ in 2012 weltweit über 201 Millionen Dollar eingespielt. Bei Produktionskosten von 42 Million Dollar ein gar nicht mal zu verachtendes Ergebnis und zumindest aus Marketingsicht eines, das eine Fortsetzung rechtfertigt. „22 Jump Street“ überstieg zwar die Produktionskoten des Vorgängers um 8 Millionen Dollar, spielte dabei aber auch über 331 Millionen Dollar weltweit ein. Unter dem Strich wurde soweit also alles richtig gemacht. Aber ist der Film nun tatsächlich sehenswert?!

Nach ihrem vermasselten aber auch erfolgreichen Undercovereinsatz an einer High School, wird das „21 Jump Street“ Einsatzteam reaktiviert und an ein US College geschickt. Eine neue Droge ist im Umlauf und wieder mal ist es an den Officers Schmidt und Jenko, den Dealer und vor allem den Drahtzieher im Hintergrund auf die Schliche zu kommen.

Deutscher Trailer zu „22 Jump Street“
YouTube Preview Image

Filmkritik „22 Jump Street“

Das positive erst einmal Vorweg, “22 Jump Street“ ist eine konsequente Fortführungen des Vorgängers. Fans werden also voll auf ihre Kosten kommen und die gestiegenen Einnahmen sind insofern auch einigermaßen nachvollziehbar.
Doch für Skeptiker und diejenigen, die so wie ich nicht so ganz überzeugt waren von „21 Jump Street“, stellt die Fortsetzung keinen wirklichen Umschwung dar. Ich habe im Vorfeld kurzweilige und seichte Unterhaltung erwartet. Seicht war es allemal, kurzweilig aber nur zeitweise. Besonders zum Ende hin hatte ich einfach keine Lust mehr und war froh, als uns schließlich das, viel zu lang hinausgezögerte, Ende erlöst hat.

Auch wenn der Klamauk gefühlt vielleicht nur um einen Hauch angestiegen ist, scheint er doch zu überwiegen. Und am Ende ist es das Alberne, was einem nach dem Film noch hängen bleibt. Kein allzu schönes Resultat.
Da kommt unweigerlich die Frage auf, habe ich mich sich selbst in den letzten 2 Jahren so sehr verändert oder ist der Humor im Film einfach schlechter geworden?! Um dies wirklich beantworten zu können, müsste ich mir wohl den ersten Teil nochmals anschauen, um zu sehen, wie dieser mir nun gefällt. Mal schauen, vielleicht komm ich nochmal dazu.
So oder so bleibt bei „22 Jump Street“ ein fader Beigeschmack zurück, der allein von den (zu= albernen Slapstick Einlagen herrührt.

Wie nicht anders zu erwarten, ist es ohne weiteres möglich, die Reihe fortzusetzen und der Film selbst spielt mit genau diesen Erwartungen/ Hoffnungen/ Ängsten und widmet den gesamten Nachspann dieser Idee. Aber nötig ist es nicht und sollte es doch soweit kommen, werde ich es mir diesen Mal zweimal überlegen ob ich mir „23 Jump Street“ angucken werde. Aktuelle Tendenz: eher nein.

Seit dem 04.12.2014 ist “22 Jump Street” erhältlich auf Blu-ray, DVD inkl. Digital UltraViolet und als Video on Demand.

4 von 10 Freeks

Darsteller:
Channing Tatum, Jonah Hill, Ice Cube
Regie:
Phil Lord, Christopher Miller

VN:F [1.9.22_1171]Deine Filmbewertung:Danke für deine BewertungRating: 4.0/10 (1 vote cast) Filmkritik "22 Jump Street" (Blu-ray), 4.0 out of 10 based on 1 rating

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