FIFA: Der tagtägliche Kampf gegen die Wettmafia

Freitag, 25. März 2011
FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hatte am Morgen bereits auf die Gefahren und Risiken für den Sport durch irreguläre Wetten hingewiesen und erklärt, dass die FIFA eine Null Toleranz-Strategie aller Beteiligten fordert, um den Sport in seiner Integrität zu schützen.
"Die Kooperation zwischen Sportverbänden und staatlichen Institutionen ist von zentraler Bedeutung", erläuterte Marco Villiger, Direktor des FIFA-Rechtsdienstes am Nachmittag des Kongresses zum Thema Sportfinanzierung, Sponsoring und Sportwetten in Zürich. Die Spielmanipulation gelte es mit aller Macht aufzuspüren und zu verhindern und deshalb hat die FIFA als führender Weltsportverband die Tochtergesellschaft Early Warning System GmbH (EWS) gegründet, die seit 2007 den Wettmarkt bei Fussballspielen der FIFA-Wettbewerbe beobachtet und mehr und mehr auch für andere Sportverbände tätig geworden ist.
So observiert sie inzwischen auch das Wettverhalten in einigen Klubfussball-Wettbewerben und anderen Sportarten. Erst kürzlich ist die FIFA dank ihres Frühwarnsystems auf zwei Freundschaftsspiele in der Türkei aufmerksam geworden, die auffällig waren und jetzt näher untersucht werden.
"Wenn das Spiel entschieden ist, bevor es angepfiffen wird, hat es seine Seele und seine Bedeutung verloren", sagte UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino. Die UEFA hat deswegen im Kampf gegen irreguläre Wetten im Jahr 2008 ein spezielles Überwachungssystem, das "Betting Fraud Detection System", installiert, das Wettmanipulationen bei Klubspielen aufspüren soll. Seitdem werden täglich 100 Millionen Wetten und insgesamt 29.000 Klubspiele in Europa kontrolliert.
Die Deutsche Fussball-Liga (DFL) hat inzwischen auf den Schiedsrichter-Skandal Hoyzer aus dem Jahr 2005 reagiert. So enthält inzwischen jeder Profivertrag eine Anti-Korruptionsklausel. Die DFL wird zudem einen Ombudsmann einsetzen, der Ansprechpartner für Spieler, Schiedsrichter und Funktionäre sein soll. "Außerdem werden wir in den Leistungszentren der Profiklubs, Workshops für Nachwuchstalente veranstalten, um sie auf die Gefahren durch irreguläre Wetten hinzuweisen", erzählte Christian Seifert, Geschäftsführer der DFL.
Sowohl der Schweizer Verteidungs- und Sportminister Ueli Maurer, als auch der ehemalige deutsche Bundesverfassungsrichter Prof. Udo Steiner forderten ein gemeinsames Vorgehen von Sportverbänden, Wettanbietern und staatlichen Rechtsorganen. Friedrich Stickler, Präsident der europäischen Lotterien und ehemaliger Präsident des österreichischen Fussballbundes, ging sogar noch einen Schritt weiter: "Wir können das Problem der irregulären Wetten nicht mehr nationalstaatlich lösen. Dafür ist es zu komplex. Wir müssen beispielsweise Interpol einschalten."
Morgen geht der Kongress mit dem Intensiv-Seminar bei der FIFA weiter. Dann wird noch eingehender über die Prävention, die Kontrollen und die Bestrafung bei Wettmanipulation diskutiert.
Quelle: www.fifa.comwww.wettrecht.de Tel. 0700 / WETTRECHT

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