Feuer der Minotauren Lesung in Leipzig

Von Maratos @andreas_schnell

Lesungen habe ich schon einige gehalten, ich war aber zugegebenermaßen ein wenig skeptisch, als es hieß, dass ich morgens um 10 Uhr eine Lesung auf der Buchmesse in Leipzig halten soll. Nicht das mich die Buchmesse in Leipzig stören würde, ich finde es ist eine tolle Messe und gerade für Kinder und Fantasy-Publikum wesentlich spannender als das Frankfurter Pendant. Was mich ein wenig ins Grübeln stürzte, war die Tatsache, dass es bereits morgens um 10 Uhr sein soll.

Dazu muss man wissen, dass die Messe für den normalen Publikumsverkehr erst um 10 Uhr aufmacht. Ich ging also eigentlich davon aus, dass absolut niemand bei der Lesung sein würde. Mit einer geringen Erwartungshaltung habe ich mich also den Abend vorher auf meinen frühmorgendlichen Job vorbereitet. Für meine Lesung wurde mir eine halbe Stunde eingeräumt, also habe ich mir einen passenden Handlungsstrang aus dem „Feuer der Minotauren“ herausgesucht und so lange vorgelesen, bis ich etwa 23 Minuten voll hatte. Im Anschluss habe ich mir die entsprechenden Seiten markiert und ich war mehr oder weniger bereit.

Am anderen Morgen war ich kurz vor 10 Uhr bei der Leseinsel, die von Werkzeugs betreut wurde. Kurzer Soundcheck und ich war zu allen Schandtaten bereit. Entgegen meiner Befürchtung wurde ich aber positiv überrascht. Tatsächlich waren so drei bis vier Minuten nach 10 Uhr locker 25 Leute bei der Lesung und setzten sich schön brav in einen Halbkreis und begannen meiner Lesung zu lauschen. Die recht exakte Vorbereitung am Tag vorher hatte sich auch durchaus gelohnt, denn etwa drei Minuten, bevor die halbe Stunde abgelaufen war, war ich auch mit meinem Stoff durch. Wenn ich meinem Blick trauen konnte, den ich während der Lesung hin und wieder hab über das Publikum schweifen lassen, waren die Zuhörer auch nicht komplett gelangweilt. Ein paar abschließende Worte, Applaus vom Publikum und ein paar aufmunternde Worte vom Veranstalter. Eine rundum gelungene Lesung. Danke Leipzig!