Fenerbahçe Istanbul bekommt Absage vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS)

Credit: Wikipedia/Fenerbahçe Spor Kulübü

Ein Eilantrag des türkischen Fußball-Meisters Fenerbahçe Istanbul ist abgewiesen worden. Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) wies den Wunsch auf Wiederaufnahme in die Champions League zurück, wie die zuständigen Sportrichter in Lausanne mitteilten.

Auf Grund ihrer (noch zu erweisenden) Beteiligung am Manipulationsskandals in der Türkei sind die „Gelb-Blauen“ vom türkischen Verband TFF aus der Königsklasse des europäischen Fußballs ausgeschlossen worden. Die UEFA hatte entsprechenden Druck ausgeübt. Der Club steht im Fokus der Ermittlungen zum Wett- und Manipulationsskandal in der Türkei. Mehr als 25 Akteure und offizielle sind in den vergangen Wochen und Monaten in Gewahrsam genommen worden, weil sie in Zusammenhang mit der Affäre stehen. Darunter befanden sich auch die Präsidenten von Sivasspor und eben Fenerbahçe.

Drohende Verluste wiegen mehr als Stolz

Ursprünglich ließen die Mannschaft und das Präsidium verlauten, aus Trotz die Strafe akzeptieren zu wollen, um dann in der 2. Türkischen Liga mit weißer Weste einen Neuanfang zu starten. Offenbar sahen die Offiziellen aber ein, was für einen Imageschaden und finanzielle Verluste das bedeuten würden. Der Aktienkurs des Vereins war nach der Entscheidung, den Club vom Europapokal auszuschließen, bereits um 18 Prozent gesunken. Deshalb reichte der 18-malige türkische Meister Fenerbahçe Klage beim höchsten europäischen Sportgericht ein und forderte Schadensersatz in Höhe von 45 Millionen Euro, die sie mit den finanziellen Einbußen begründeten, und eine Wiederaufnahme in Europas Eliteklasse. Ersetzt werden sollte der Rekordchampion durch den Vizemeister Trabzonspor.

Ganz neu sind solche Vorfälle im europäischen Fußball nicht. In der italienischen Liga spielte sich im Frühjahr 2006 ein ähnlicher Vorfall ab, bei dem bekannt wurde, dass der damalige Manager von Juventus Turin, Luciano Moggi, verschiedene Funktionäre des italienischen Verbandes bestochen hatte. Trotz laufender Ermittlungen, nach deren Beginn der gesamte Vorstand der „Alten Dame“ zurückgetreten war, holte Juventus seinen 28. Meistertitel. Dieser, und der Titel der vorherigen Saison wurden dem Club aber aberkannt, er musste sogar absteigen und in der Serie B mit 30 Minuspunkten starten, die aber durch verschiedene Berufungen auf am Ende 9 herabgesetzt wurden. Am Ende stieg Juve wieder auf, hatte aber erheblich an Substanz verloren, sowohl an Spielern, als auch finanziell, da sie natürlich nicht international starten durften.

Absteigen müssen wird Fenerbahçe wohl nicht, aber wer weiß, wie tief der Manipulationssumpf ist, in dem es steckt.

Bastian Weber bloggt zur Europa Liga und zum DFB Pokal


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