Fasten beginnt im Kopf – Die 10 goldenen Regeln

Von Karin Greitemann

Verzichten oder Leben? Zwang oder Freude? Hier kommen Beweggründe und Motivationstipps für deinen Fastenerfolg.

Für viele beginnt ab heute die Fastenzeit. Längst steht nicht mehr die Ernährung und das Abnehmen im Vorderungrund. Eher ist es das Lösen von ungeliebten Gewohnheiten für ein paar Wochen oder länger.

Fasten beginnt im Kopf

Facebook-Fasten, Couch-Fasten, Whatsapp-Fasten, Alkohol-Fasten, Make-Up-Fasten oder Kaffee-Fasten – Was auch immer dein Beweggrund ist, es beginnt immer im Kopf. Etwas stört dich an deiner jetzigen Situation und du möchtest es verändert haben. Wie gut dir das Entschlacken von bestimmten Gewohnheiten tut, hast du vielleicht auch schon durch vergangene Fastentage erfahren.

So bietet die Fastenzeit genau den richtigen Rahmen, um ungeliebte Gewohnheiten für eine Zeit lang – oder vielleicht auch länger – an den Nagel zu hängen.

Gemeinschaftliches Fasten motiviert

Millionen von Menschen fasten in dieser Zeit. Das Miteinander austauschen, über die Erfahrungen sprechen und das sich gegenseitige motivieren stärkt dich bei inneren Widerständen wie zum Beispiel den Inneren Schweinehund. Es gibt dir Halt, Mut und Selbstbewusstsein, deine Ziele mit Fokus zu verwirklichen. Es unterstützt dich in den Prozessen, die während der Fastenzeit stattfinden – auf körperlicher, geistiger, emotionaler oder energetischer Ebene.


Gemeinsam sind wir stark. Gemeinsam schaffen wir das!
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Doch was geschieht, wenn du mal in Situationen vor die Probe gestellt wirst oder dich jemand in alte Gewohnheiten hineinziehen möchte? Mit den 10 goldenen Regeln wirst du bestimmt die Fastenzeit erfolgreich erleben.

Die 10 goldenen Regeln zum Fasten

1. Fasten beginnt im Kopf.

Wenn du wirklich willst, dann gibt es kein Rütteln. Entscheide dich bewusst und klar. Und erinnere dich täglich daran, was dein Ziel ist. Hier kannst du zum Beispiel einen “Post it” an deiner Pinnwand verwenden oder ein Visionboard erstellen, auf dem du darstellst, was du durch dein Fasten erreichen möchtest.

Fasten sollte kein Problem sein, sondern stets etwas Gutes bewirken. Verändere dein Leben, indem du dich vom stetigen Problemdenken löst und endlich nach Möglichkeiten für dein Leben findest.

2. Neue Gewohnheiten etablieren sich erst ab 30 Tagen.

Dies ist bereits mehrfach bewiesen. Somit ist wohl die schwierigste Phase zwischen dem 10. bis etwa dem 25. Tag. Ab dem 20. Tag werden häufig viele Proben und Prüfungen gestellt. Denke daran: Dein Ziel, dein Weg. Der Weg ist das Ziel.

Tipps, für mehr Erfolg und Motivation findest du in diesen Artikeln:

Motivation pur – Mit Erfolg neue Vorsätze in die Tat umsetzen

Mut zur Wahrheit – 5 Kraftschöpfer für jeden Tag

Hole Freude in dein Leben – Es ist deins und du lebst Jetzt!

3. Geduld und Vertrauen schaffen neue Stärke und Wachstum.

Durch jede neue Herausforderung wird auch die Möglichkeit zum Wachstum geschaffen. Je größer der Widerstand ist, desto größer ist auch das Wachstum. Geduld ist das Annehmen der gegenwärtigen Situation und das Vertrauen in die eigenen Kräfte. Und ja, du bist stark!

Erinnere Dich bloß, was Du alles geleistet und geschafft hast. Ob große oder kleine Erfolge im Leben – Wachstum entsteht nur, wenn Du Deine inneren Ängste bezwingst und über Deinen eigenen Schatten springst. Denke daran, er ist nur da, weil Du da bist. Er ist von DIR abhängig, nicht Du von ihm!

4. Selbstliebe und Selbstannahme

Oft Fasten wir, weil uns etwas an unserem Körper oder an einer bestimmten Eigenart stört. Doch meist kratzen wir nur an der Oberfläche und erkennen nicht, was die wirkliche Ursache für das Fasten ist. Wenn wir in liebevoller Annahme unseren Körper und unser Leben begegnen, wird klar, dass wir nur im Außen nach Veränderungen suchen. Doch Veränderungen finden nur von Innen nach Außen statt.

Lerne das Leben zu lieben und anzunehmen, wie es ist. Aus der Klarheit und Erkenntnis deiner wahren Beweggründe heraus, ist es auch viel leichter, neue Gewohnheiten zu etablieren und mit Leichtigkeit durch die Fastenzeit zu gehen.

5. Sei individuell – sei du selbst

Fasten ist etwas ganz Persönliches. Sicherlich ist es schön, wenn du eine Person an deiner Seite hast, die gemeinsam das Projekt mit dir durchlebt. Doch bedenke: Jeder Mensch ist kostbar, einzigartig und individuell.

So kommt es, dass du nicht nur andere Blickwinkel als deine Wegbegleiter haben kannst, sondern auch in ganz andere Prozesse kommst. Wichtig ist hierbei: Sei du selbst. Du darfst in deiner ganz persönlichen Zeit gehen und dich entwickeln. Lebe deinen Weg, nicht den eines anderen.

6. Entspanne Dich durch Auszeiten

Gerade in der Schnelllebigkeit der Gesellschaft ist es schwer, neue Gewohnheiten oder Lebensarten zu manifestieren. Schnell lässt du dich ablenken. Stress und Hektik entfernen dich von deinen (Herzens-)Wünschen und Bedürfnissen.

Daher ist es gerade in der Fastenzeit so wichtig, dir bewusst Zeit zu nehmen. Nehme dir täglich 10 Minuten, am besten eine Stunde Zeit nur für dich an einem Ort, wo du ganz für dich sein kannst. Dein Kraftort, dein Rückzugsort zum Sein, für deinen Wohlfühlmoment.

Ein Tipp: Wohlfühlmomente für Körper, Geist und Seele

7. Dranbleiben durch Fokus – Meilensteine

Nützlich für ein erfogreiches Durchhalten und Dranbleiben sind kleine Meilensteine. Wie das ganze Aussehen kann, bestimmst du selbst.

Doch sei realistisch! Denn zu häufig erwarten wir zu viel und werden enttäuscht. Du kannst zum Beispiel kleine Markierungen in deinem Kalender machen wie zum Beispiel: am 10 Tag: 1/4 geschafft – Weiter so!, am 20. Tag: 1/2 geschafft – Ich bin stolz auf mich!, am 30. Tag: 3/4 geschafft – Endspurt Chakka!

Schon kleine Meilensteine können Großes in Dir bewirken! Lass dir etwas einfallen, womit du dich beglücken und weiter motivieren kannst. Sei kreativ!

8. Sei stolz auf dich!

Fasten ist eine große Herausforderung, die du nicht unterschätzen solltest. Es gehört sehr viel Mut und Selbstbewusstsein dazu, um diesen Schritt zu wagen und dementsprechend auch durchzuhalten. Von daher kann ich dir nur sagen: Hut ab! Wow!

Es ist nicht selbstverständlich, dass du deinen gewohnten Rahmen durchbrichst. Neue Möglichkeiten ergeben sich, Erfahrungen werden erlebt und Wachstum wird entstehen. Am Ende bist du Meister – Sei stolz auf dich!

9. Lass deine Erwartungen los!

Ein weiteres großes Hindernis auf deinem Weg ist das Erwarten von bestimmten Ereignissen.

Der Verstand kann dir sehr viel einreden, doch was wirklich kommt, weißt du nicht. Daher, lass los von deinen Erwartungen und mache dich frei. Das ist das Beste, was du für Körper, Geist und Seele tun kannst. Das ist das Beste, um so frei wie möglich zu leben und in Gelassenheit zu genießen.

10. Kein Stress und Leidensdruck

Du musst nichts, du darfst. Fasten bedeutet, sich eine Freude zu bereiten und das geht nicht durch Zwang, Stress und Leidensdruck. Sei mit Herz bei der Sache, lass dich fließen und folge deiner Freude. Und wenn der Tag mal nicht so will, entspann dich!

Und ja, an sich gibt es keine Regeln. Lasse los von deinen Begrenzungen. Das ist Leben, Liebe und Freiheit!

Sei neugierig auf das, was kommt

In Kürze dein Fastenerfolg:

KEIN STRESS UND LEIDENSDRUCK, SONDERN ENTSPANNUNG

KEIN VERZICHT, SONDERN LOSLASSEN

KEIN “MÜSSEN”, SONDERN “DÜRFEN”

KEIN “NEIN”, SONDERN “JA!”

KEINE ERWARTUNGEN, SONDERN NEUGIER

Was auch immer dein Fastenthema ist, mache es mit Freude. Motivation bekommst du durch kleine Meilensteine und Erfolgserlebnisse. Dies generierst du, indem du realistisch mit deinen Zielen bleibst. Erwarte nichts, sondern sei neugierig auf das, was kommen mag.

Womit fastest du? Wir motivierst du dich zum Dranbleiben? Was sind deine größten Hindernisse während der Fastenzeit? Wovor hast du Angst?

In diesem Sinne wünsche ich Dir eine erfolgreiche, schöne und entspannte Fastenzeit. Gönne dir was Gutes und genieße das Leben. Genieße dich, weil du es wert bist.

Für Gesundheit und mehr Lebensqualität.
Für mehr Fülle und Liebe im Leben.

Deine Karin