Famadihana – Madagaskars Ehrung der Verstorbenen

Einzigartiges kulturelles Ritual und bedeutendes Familienfest in Madagaskar – die Leichenumwendung, Famadihana genannt, ist ein ganz besonderes Spektakel.

Vor allem im zentralen Hochland der Insel findet dieser Brauch bis heute in den Wintermonaten zwischen Juli und September statt. Er besiegelt die Verbindung zwischen Tod und Leben, die für die Madagassen eine zentrale Rolle spielt. Die Verstorbenen sind allgegenwärtig.

Während der Famadihana werden die Familien-Grabstätten geöffnet. Die Verstorbenen, in weißen Leinen-Tüchern (Lamba mena) gehüllt,  werden herausgenommen, geehrt und mit neuen Tücher ausgestattet. Zu keinem Zeitpunkt sieht man dabei die Körper. Die Zeremonie ist Familienzusammenkunft und Dorffest, Gäste sind willkommen. Am dritten Tag einer Totenumbettung führen Musikgruppen traditionelle Musik, Tanz und Theaterstücke (Hira Gasy) vor.


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