Falscher Feminismus, Alphaweibchen und Zicken

Erstellt am 10. November 2012 von Fkblog

Es scheint sich einiges zu bewegen beim Thema Feminis­mus und Frauen. Erfolg ist eben nicht gleich Erfolg und so bleiben anscheinend von den begnadeten Frauen einige auf der Stre­cke. Immer öfter stellen sie fest, dass es ohne Männer doch nicht so prickelnd ist. Trotz alledem sind die wenigsten von ihnen bereit, ihre einseitigen Vorstellungen zu ändern und auf die Männer zuzugehen. Sollte dieses doch geschehen, dann muss sich der Mann eben ändern. Wenn allerdings gar nichts mehr geht, dann kann sogar der Feminismus am Elend der Frauen schuld sein. Aber lest selbst.

Den besten Artikel zu diesem Thema las ich gestern Abend auf Stadtmensch-Chronicles, weshalb ich diesen vor allen anderen stelle.

Auweia: Der Feminismus ist gescheitert!

Bestimmt müssen wir jezz alle sterben. Zumindest verlieren wir ein Kern­stück westlicher Kultur, wenn der Feminismus scheitert.

Immerhin hat eine Autorin der linksorientierten Online-Zeitung le-bohemi­en.net, die das Ableben des Feminismus einwandfrei diagnostiziert hat, gut sortierte, sprich schlichte Erklärungen dafür, dass auch in einer femi­nistisch vernebelten Gesellschaft die Frauen unterdrückt werden. Und das geht so:

Schuld an dem ganzen Schlamassel mit dem Feminismus war ur­sprüng­lich diese französische Simone de Boullion (oder wie die heißt). Die hat doch tatsächlich behauptet, dass Frauen »gemacht« werden (also im Grunde latente Männer sind) und dass sie sich aus der ökonomischen Abhängigkeit von den Kerlen befreien müssen. »Prima«, dachte sich die Industrie, »haben wir halt einige Lohnsklaven mehr auf dem Arbeitsmarkt und können dadurch die Kosten drücken«. Die Abhängigkeit der Frauen von ihren Männern, welche sie ursprünglich mit tatkräftiger Unterstützung durch Nudelhölzer, Teppichklopfer, Bratpfannen und nicht zuletzt mittels sexueller Gängelung leicht an der Leine halten konnten, wurde im Zuge des hysterischen, pardon historischen Feminismusexperiments einer Abhängigkeit von Gehaltsabrechnungen geopfert. »Das ist Freiheit pur«, dachte die feministische Frau von damals.[..] Stadtmensch-Chronicles

Ich hab mich hier bald kaputt gelacht. Köstlich, einfach nur köstlich

Feminismus-Debatte
Die Lisbeth-Salander-Falle

Einen Kerl? Brauche ich nicht, nervt nur. Die US-Autorin Hanna Rosin befeuert mit ihrem neuen Buch die Geschlechterdebatte. Ihre These: Der Mann ist am Ende, die Frau auf dem Gipfel der Macht – was selbst eine kaputte Krimi-Heldin wie Lisbeth Salander beweist. Das mag sogar stimmen. Leider.

Man wird das Gefühl nicht los, dass der Feminismus seine eigenen Kinder frisst. Er wollte die Ungerechtigkeit bekämpfen, die Unterdrückung und die Ungleichheit, die zwischen den Geschlechtern herrscht und die durch die Geschlechter verursacht wird. Doch nun scheint es, als sei alles beim Alten geblieben, nur unter anderen Vorzeichen: Glaubt man der US-amerikanischen Journalistin Hanna Rosin, sind die Frauen auf dem Gipfel der Macht angelangt. Und die Männer liegen am Boden.[..] Spiegel

Arne Hoffmann hat zu diesem Artikel ebenfalls einen Beitrag geschrieben.

Apropos Lisbeth Salander – in diese Richtung scheint es weiter zu gehen, schaut man sich auf Youtube den Trailer des Filmes “The Scarfed Assassin”an. In der Be­schreibung heißt es sinngemäß: Eine Untergrundgruppe von Attentäterinnen zielen auf jene Vergewaltiger ab, die es schaffen, gesetzliche Folgen für ihre Handlungen zu vermeiden. Na ja,die Übersetzung des Textes ist wohl sehr frei, denn im Film wird gezeigt, wie eine Frau einen Mann umbringt. Wenn allerdings der ganze Film wie der Trailer gemacht wurde, dann ist es ein sehr billiger und primitiver Film.

Die Alpha-Zicken

Starke Frauen kriegen keine bindungswilligen Männer, heisst es oft. Stimmt nicht, schreibt die «Mad Men»-Autorin Tracy McMillan. Das Pro­blem sei nicht Stärke, son­dern Rechthaberei und Kontrollsucht.

Es ist eine Kunst, mit einem einzigen Artikel alle gegen sich aufzu­brin­gen – die Fe­ministinnen, die verzweifelten Singles, die Karrierefrauen,aber auch die Männer, die Machos, die emanzipierten Softies, die Intellektuel­len, die Frustrierten. Genau das gelang der amerikanischen Autorin Tracy McMillan mit einem Blog-Artikel in der «Huffington Post» unter dem harm­losen Titel: «Why you’re not married.»[..] Tagesanzeiger

Das muss in der Tat gesessen haben. Wie man hingegen auf die Kreation des Wortes “Alphaweibchen” kommt, um damit die Überlegenheit der Frauen zu demon­strieren, will mir irgendwie nicht in den Sinn kommen.

Thema der Woche
Von Weicheiern und Alphaweibchen

Besonders in den 1960er-Jahren übten sich Männer und Frauen im Kampf der Geschlechter. Heute scheint die Gleichberechtigung zwischen Män­nern und Frauen tatsächlich auf einem guten Weg zu sein.Mehr Mädchen als Jungen schließen die Schule mit Abitur ab und studieren, drängen in Berufe, die vormals als Männerdomäne galten. So verändern sich auch Rollenbilder und damit die Ansprüche aneinander. Der Mann von heute soll am besten Windeln und Autoreifen zu wechseln wissen – so wie die Frau …[..] MDR

Tags: Arne Hoffmann, Feminismus, Frauen, Geschlechterdebatte, Geschlechterrollen, Männer-Bashing, Stadtmensch