Falls Christian Wulff gemordet hat, dann darf danach aber nichts mehr passieren …

Fast scheint es mir so, als würde bei Wulff immer der Spruch „ … aber danach darf nichts mehr passieren“ kommen. Nein, Wulff hat (unseres Wissens) niemanden umgebracht. Aber hätte er, dann  -  davon bin ich überzeugt -  wäre es  „juristisch“ bestimmt nicht falsch, sondern halt dem Bürger nur schwer zu vermitteln.
Befinden wir uns in einer Endlosschleife um Wulff? Sind wir das ewige Murmeltier in der Truman-Show von „BILD“ bzw. Springer?
Vor Weihnachten hieß es „okay, er hat „falsch“ Urlaub gemacht, und den Kredit hätte er sich irgendwie teurer besorgen müssen. Würden wir ja auch machen. Wenn wir irgendwo ein Schnäppchen sichten, wenden wir uns mit Abscheu ab.

Hauptsache es „kommt nichts nach“ – außerdem, sobald das TV-Gespräch angekündigt war, wo Wulff alles aufklärte, was er nicht mit „meine Anwälte werden die 400 Fragen veröffentlichen“ erledigen konnte. Also eigentlich alles -g-.
Übrigens. Hat es uns jemals interessiert was die Anwälte für Fragen veröffentlichen, waren es nicht die Antworten von Wulff, die wir wollten? Aber, das ist vielleicht „erbsenzählerisch“.
Obwohl Erbsen … irgendwie zum Thema „Wer hat das kleine Kochbüchlein bezahlt“ passt, mit dem man zur Zeit den früheren Wulff-Sprecher Olaf Glaeseker vor sich her treibt, bis man endlich Wulff wieder vor der Flinte hat.
Wenn Wulff nicht von dieser langweiligen nordischen Ernsthaftigkeit wäre, sondern von rheinischem Witz oder französischem Charme, wenn er sein „darf ein Bundespräsident keine Freunde haben“ mit schelmischem Grinsen sagen würde, wir wären entwaffnet.
So ist er nur ein ständig lavierender Spießbürger aus Hannover, ein Ort (Spötter behaupten Stadt) die ja – südlich von Dortmund – auch kaum ein Mensch kennt, geschweige jemals besucht hat.

In der scheinheiligen Betroffenheit wird Wulff zur Zeit nur von den deutschen Medien, vorzugsweise den Printmedien in Meinungsführerschaft der Springer-Presse, übertroffen. Das Kleinbürgerdrama um Wulff wird in Deutschland auf Höhe des Watergate-Skandals und einer internationalen Bestechungsaffaire gehandelt.
Vielleicht liegt es daran, das mit Urlaubskosten und Hauskrediten jeder was anfangen kann, aber sich nur die wenigsten eine Vorstellung von 500 Milliarden Euro (Rettungsschirm) machen
können. Und Wulff lässt sich besser merken als EZB oder ESM.


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