Fairmondo, Fairneß im Onlinehandel

Von Reiskorn

Hey Ihr da Draußen,

nach langer Abstinenz möchte ich heute mal wieder etwas veröffentlich. Nach wie vor beschäftige ich mich mit meinem eigenem Konsumverhalten. In vielen Beiträgen in den Medien wird von der Macht der Konsumenten gesprochen. Auch ich bin stets bemüht mit dieser Macht verantwortlich umzugehen. Was die Formulierung „war stets bemüht…“ schon aussagt, es gelingt mir nicht immer. In unserer komplexen Welt, wo alles mit allem zusammenhängt, können Kaufentscheidungen wirklich anstrengend werden. Die Verantwortung als Konsument wegzuschieben und die Augen vor unserem extremen Konsum zu verschließen, ist für mich keine Lösung. So versuche ich sensibilisiert einzukaufen, es als Notwendigkeit und nicht als Hobby zu begreifen. Die ein oder andere Konsumsünde verzeihe ich mir, denn ich kann mich nicht stetig und ständig über alles informieren. Dann doch lieber die Produkte, Bezugsquellen und Optionen reduzieren.

Letztes Jahr bin ich durch einen Fernsehbeitrag im rbb bin auf eine kleine innovative Genossenschaft für nachhaltigen und fairen Onlinehandel in Berlin aufmerksam geworden. Sie möchte eine Alternative zu ebay, Zalando oder Amazon sein. Die Idee fand ich super und habe einige Anteile gekauft. Die Genossenschaft hat das Ziel den ökologischen, fairen, transparenten und biologischen Handel im Internet zu etablieren. Die Geschäftsidee hat mich sehr überzeugt, weil ich aktiv mitgestalten kann. Dafür müssen die Mitglieder auch nicht aus der Stadt kommen. Mitgliederkommunikation finde im Netz statt. Seit einiger Zeit bietet Fairmondo abwechslungsreiche Monats-Abos  für Kaffee oder andere fair-gehandelte Leckereien bzw. Dinge an. Man hat die Auswahl zwischen drei Boxen. Alle Produkte sind vegetarisch, auf Wunsch auch vegan erhältlich. Seit mehreren Monaten bekomme ich einmal im Monat ein Päckchen. Mit viel Spannung beim Auspacken kann man neue Produkte kennenlernen und ausprobieren.

In einer meiner letzten Box hatte ich zum Beispiel eine Milchcreme mit Meersalz aus der Bretagne (sehr sehr lecker!!!), rote Kartoffelchips (mmmh!!!), Ethiquable Noir Kakao Splitter Schokolade (yummy), Dörrwerk Fruchtpapier (interessante Variante von Trockenfrüchte), Sirup Orange Thymian (sehr erfrischend), grüner Tee Ingwer Limette und Fruchtaufstrich aus Himbeeren und Pfefferminze.

Sehr gut finde ich, dass fairmondo zum Aufbau eines lokalen Versandnetzwerks die Päckchen teilweise mit dem Lastenfahrrad ausliefern.

Was haltet Ihr von einem fairen und transparenten Onlinehandel? Habt ihr noch andere Einkauf-Tipps?

Bis bald!